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Bio-Bschiss: Landwirt geständig

Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat ein während mehreren Jahren konventionell gemästete e und Rinder als Bio-Schlachtvieh verkauft. Sein Betrieb sei unter wirtschaftlichen Druck gestanden. 

Der 60-Jährige bewirtschaftet einen Betrieb im Landkreis Parchim. Doch sein Betrieb rentierte mehr schlecht als recht. Deshalb hat er von 2010 bis 2015 konventionell aufgezogene e und Rinder als biologisch gemästete Tiere verkauft. Der Betrug ist aber aufgeflogen.

6650 e und 350 Rinder

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Bauern gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa besonders schweren Betrug vor. Der hat mit dem Vieh rund 2 Millionen Euro eingenommen, doppelt so viel wie mit konventioneller Mast möglich gewesen wäre. Zudem soll der Lieferscheine gefälscht, Steuern hinterzogen und öffentliche Fördergelder erschlichen haben.

Die Anklage ist happig. Insgesamt soll der Bauer 6650 e und 350 Rinder mit einem Bio-Zertifikat verkauft haben. Die Tiere hat er nach den Bio-Vorschriften gehalten. Der Betrug ereignete sich beim Futter. Er hat den en und Rindern konventionelles Futter gegeben.

Schaden von 1,6 Millionen Euro

Da die Zertifizierungsstellen die Kontrollen angekündigt haben, konnte er sich darauf vorbereiten. Durch das Vortäuschen der Bio-Mast hat der auch unrechtsmässig 400’000 Euro an Geldern vom Staat erhalten. Aufgeflogen ist der Betrug, als er 2015 die Zertifizierungsstelle wechseln wollte. Laut Anklage entstand ein Schaden von 1,6 Millionen Euro (1,73 Mio. Fr.).

Der hat einen Grossteil des finanziellen Schadens ausgeglichen. Die zu wenig bezahlten Steuern hat er nachgezahlt, die Vieh-Käufer hat er ebenfalls entschädigt. Die Rückzahlung der 400’000 Euro (430’000 Franken) an den Staat sind noch ausstehend.

Vor Gericht in zeigte sich der geständig. Es sei ihm nicht darum gegangen, Reichtümer anzuhäufen, sondern seinen wirtschaftlich unter Druck stehenden Betrieb am Laufen zu halten. Das Urteil soll im März verkündet werden.

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Quelle: schweizerbauer.ch