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Belgien offiziell wieder ASP-frei

  • Das Wildschwein ist im Grunde ein typisches Waldtier. Landwirtschaftsflächen werden von Wildschweinen zur Nahrungsaufnahme aufgesucht und wenn die Vegetation dicht und höher als 70 cm ist auch gerne als Versteck genutzt. In der besiedeln Wildschweine, das Mittelland, den Jura, Teile des Tessins und das Rhonetal. – PublicDomainPictures

Die EU-Kommission hat Belgien formell für frei von der Afrikanischen Schweinepest () erklärt, berichtet Dow Jones . Auch in diesem Jahr ist in dem Land kein -Fall bei Hausschweinen aufgetreten.

Die belgische Agentur für die Sicherheit in der Nahrungskette (AFSCA) hatte deshalb Ende Oktober bei der Brüsseler Behörde einen Antrag auf Aufhebung der offiziell ausgewiesenen Sperr- und Restriktionsgebiete gestellt, der am vergangenen Freitag genehmigt wurde. Damit ist Belgien jetzt auf europäischer Ebene offiziell als -frei anerkannt.

export in Drittländer möglich

Wie die Branchenplattform fleischwirtschaft.de und Agra-Europe melden, wurde ein entsprechender Antrag auf Aufhebung der Sperrgebiete auch bei der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) eingereicht. Dessen abschliessende Prüfung sei noch nicht beendet.

Mit der Wiedererlangung des Status -frei in der EU dürfte für Belgien aber auch die Anerkennung auf globaler Ebene näher rücken, so dass Verhandlungen zur Wiedererlangung von Exportzertifikaten für den export in Drittländer möglich werden. Die haben die Einfuhrsperre für belgisches bereits aufgehoben.

Bauern können Bestände wieder aufbauen

Die positive Kommissionsentscheidung bedeutet zudem, dass die Schweineproduzenten in den Sperrzonen ihre Bestände wieder aufbauen können. Eine formale Entscheidung dazu wird bis Jahresende von der belgischen beziehungsweise wallonischen Regierung erwartet.

Die AFSCA kündige jedoch auch an, dass in dem im südlichen Teil Belgiens gelegenen ehemaligen Ausbruchsgebiet zunächst weiterhin strenge Übersichts- und Kontrollmassnahmen aufrechterhalten und erst 2021 sukzessive abgebaut werden.

Letztes positives Ergebnis im August 2019

In Belgien wurden im September 2018 die ersten Fälle von bei Wildschweinen offiziell bestätigt. Anfang des Jahres 2019 hatte sich die Richtung Frankreich ausgebreitet. Die -Fälle bei Wildschweinen lagen damals zirka 2 km von der französischen, 5 km von der luxemburgischen und 40 km von der deutschen Grenze entfernt.

Im Laufe des Jahres gingen die -Meldungen kontinuierlich zurück (fünf Fälle zwischen August und Dezember 2019). Bis Anfang Mai 2020 wurden insgesamt 833 -positive Wildschweine identifiziert. Das bislang letzte -positive Ergebnis von einem frischen Wildschweinkadaver stammt nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts aus August 2019. Die Restriktionszonen wurden entsprechend angepasst, die Wildschweindichte wurde deutlich reduziert. Hausschweine waren bislang nicht betroffen.

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Quelle: erbauer.ch