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Bauern fordern staatliche Unterstützung nach Dürre

  • So grün sah es in Kasachstan in letzter Zeit selten aus. – Olzhass

Für Kasachstan eher ungewöhnlich haben Anfang vergangener Woche wieder Bauernproteste stattgefunden. Gleichzeitig deponierten die Bauern beim einen Forderungskatalog, mit dem die Schäden der Dürre kompensiert werden sollen.

In der kasachischen Region Aktobe versammelten sich bei einer vom dortigen Landwirtschaftsverband organisierten Aktion mehrere hundert Bauern. Wie die Nachrichtenagentur eldala.kz berichtete, nahmen auch aus den benachbarten Regionen Karaganda und Westkasachstan an der Aktion teil.

Grosse Tierverluste wegen der Dürre

Die Demonstranten legten dem einen Forderungskatalog vor. Sie beklagten Probleme beim Erhalt staatlicher Fördergelder und forderten die Verabschiedung eines Sonderprogramms zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und zur Bereitstellung von Ausrüstung zur Bekämpfung von Steppenbränden.

Den Demonstranten zufolge ist es durch die Dürre zu grossen Tierverlusten gekommen. Zudem seien zahlreichen Viehzüchtern wegen der Steppenbrände, die in diesem Sommer in mehreren Bezirken der Region Karaganda gewütet hätten, keine Weiden und Heufelder erhalten geblieben.

Tausende Betriebe sind betroffen

Die brauchten dringend staatliche Unterstützung. Diese variiere aktuell je nach Region sehr stark und sei völlig intransparent. Nach Angaben des s gibt es in der Region Aktobe etwa 8’000 landwirtschaftliche Betriebe, von denen 80 % in der tätig sind. Das Agrarressort teilte mit, dass daran gearbeitet werde, alle Informationssysteme für die staatliche Agrarförderung in einer einzigen Datenbank zu bündeln.

Die Freischaltung dieser Datenbank sei für Anfang 2022 vorgesehen. Damit sollten die Probleme im Zusammenhang mit den Fördermitteln gelöst werden.

ausgewechselt

Dies schliesst laut dem Ministerium auch eine gerechtere Verteilung der Gelder ein. Mitte Juli dieses Jahres war Saparkhan Omarow von seinem Amt als von Staatspräsident Kassym-Schomart Tokajew entlassen worden.

Als Grund hatte der Präsident angegeben, dass Omarow nicht ausreichend Massnahmen ergriffen habe, um die Auswirkungen der Dürre abzumildern, von der in mehreren Regionen Kasachstans betroffen seien. Seit dem 1. September führt der zuvor wenige Monate bereits als stellvertretender agierende Jerbol Karaschukejew das Ressort.

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Quelle: schweizerbauer.ch