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«Arroganz der Städter geht weit»

  • Schriftsteller Pedro Lenz kennt die von verschiedenen Seiten. – Screenshot SRF

Gegenüber SRF sprach Schriftsteller Pedro Lenz über den Stadt-Land-Graben. Laut ihm leben Leute aus der Grossstadt viel stärker in ihrer eigenen Blase. Er spricht sich dafür aus, dass alle miteinander reden und auskommen müssen. 

In der SRF-Sendung «Der Stadt-Land-Graben – einmal quer durch die » sagte Schriftsteller Pedro Lenz, dass Leute in den Grossstädten Zürich, Basel oder Bern viel eher die Möglichkeit hätten, in einer Blase von Gleichgesinnten zu leben (im Ausgang und beim Wohnen in einem bestimmten Quartier), als Leute aus kleineren Orten, die darum ein besseres Gefühl für die Verschiedenheiten hätten. (Szene mit Lenz beginnt im Video nach 26 Minuten). 

Gereist wird nur in eine Richtung 

In kleineren Städten gebe es nicht für jede Subkultur eine eigene Beiz. Auch sei es so, dass Leute aus kleineren Städten oder kleineren Orten die Grossstädte immer kennen, weil man immer wieder dorthin müsse, z. B. für kulturelle Anlässe wie ein Rolling-Stones-Konzert. Umgekehrt aber gehe niemand aus der Stadt Zürich nach Frauenfeld TG an eine Lesung.

«Mit allen einen Umgang finden»

Pedro Lenz fuhr fort: «Manchmal höre ich Leute, die sagen: ‹Mit jemandem von der SVP rede ich nicht, aus Prinzip.› Von Künstlerkollegen habe ich das schon sagen gehört. Dann sage ich: ‹Dann warst du aber nie in Langenthal, denn dort könntest du das gar nicht machen, denn dann könntest du mit einem Drittel der Leute gar nicht mehr reden. Du kannst nicht in eine Beiz gehen und zweien Hoi sagen und dem dritten nicht. Wir müssen mit allen einen Umgang finden.›» Die Durchmischung der sozialen und der ideologischen Schichten sei ein grosses Vermächtnis, das die habe. 

«Arroganz der Städter» 

Die Arroganz der Städter gegenüber dem Umland gehe  weit, sagte Pedro Lenz.  dass Ur-Stadt-Berner ihm gesagt hätten, als er gesagt habe, er ziehe nach Olten: «Oh, dort gibt es aber die Aare nicht». Die Aare ist der Fluss in der Stadt Bern, der dort fast wie ein Heiligtum verehrt wird. Dabei fliesst die Aare auch in Olten durch.

«Das wussten diese Leute nicht, die dachten, nach Bern gebe es die Aare nicht mehr.» Lenz ist verheiratet mit Rahel Lenz-Grunder, der Tochter von Hans Grunder, der für die SVP im Grossen Rat gesessen hatte und 2007 für diese Partei in den Nationalrat gewählt worden ist.  Kurz darauf gehörte Grunder zu den Gründern der BDP und wurde deren Präsident. Seither hat die BDP mit der CVP zur Partei «Die Mitte» fusioniert. 

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Quelle: erbauer.ch