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Arg: Kräftige Produktionssteigerungen als Ziel

  • Vor allem der Anbau von Sojabohnen soll stark forciert werden. – Charles Echer

Argentiniens neuer sminister Julían Domínguez (57) strebt kräftige Produktionssteigerungen in der heimischen Agrar- und Ernährungswirtschaft an.

In Zusammenarbeit mit der wolle er daran arbeiten, die bereits vor zehn Jahren gesetzten Ziele unter anderem einer Sojabohnenproduktion von 70 Mio. t im Jahr zu erreichen. Davon sei das Land bisher noch weit entfernt, betonte Domínguez jetzt kurz nach seinem Amtsantritt bei einer Veranstaltung der argentinischen Sojaproduzentenvereinigung Acsoja und verwies auf die aktuelle Erntemenge von unter 50 Mio. t Sojabohnen.

Motor für Wohlstand

Es gehe darum, die Produktion der heimischen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowohl hinsichtlich der Quantität als auch der Qualität zu steigern und gleichzeitig den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern, etwa durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. Die Erzeugung und Verarbeitung von Sojabohnen sei ein «Motor für Investitionen, Forschung, Wohlstand, Beschäftigung, Dienstleistungen, Lebensmittel und Bioenergie», betonte der Minister. Und Argentinien habe das Wissen und die Werkzeuge, diesen für das Land wirtschaftlich so wichtigen Produktionsbereich auszubauen.

Domínguez ist im Amt des sministers auf Luis Basterra (62) gefolgt, der den Posten Mitte September im Rahmen einer Kabinettsumbildung verloren hatte. Mit dieser hatte Staatspräsident Alberto Fernández vor allem wegen des Drucks von Seiten der Vizepräsidentin Cristina Kirchner auf die schwere Niederlage reagiert, die seine linksgerichtete Regierungskoalition Frente de Todos kürzlich bei den Vorwahlen zur Parlamentswahl erlitten hatte. Kirchner hatte das schlechte Abschneiden mit einer verfehlten Wirtschaftspolitik für das inflationsgeplagte Land begründet und den Austausch von Ministern gefordert.

Bereits 2009 bis 2011 Agrarminister

Domínguez war bereits von 2009 bis 2011 unter der damaligen Präsidentin Kirchner sminister. Davor bekleidete er mehrere Regierungsposten in Buenos Aires. Im Jahr 2011 wurde er in die argentinische Abgeordnetenkammer gewählt, deren Präsident er wenig später wurde.

Schon während seiner ersten Amtszeit als sminister hatte er sich eine Produktionserhöhung in der heimischen Agrarwirtschaft auf die Fahnen geschrieben. Ausserdem wird ihm von Seiten der zugute gehalten, unter anderem mit seiner Dialogbereitschaft 2009 wesentlich zur Lockerung des sehr angespannten Verhältnisses zwischen und Regierung beigetragen zu haben. Vorausgegangen waren heftige Proteste unter anderem gegen hohe Exportsteuern.

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Quelle: schweizerbauer.ch