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Alois Rainer neuer Bundeslandwirtschaftsminister – CSU setzt auf Verbundenheit zur Landwirtschaft

Nun ist es amtlich: Der CSU-Abgeordnete Alois Rainer übernimmt das Bundesministerium für Landwirtschaft. Der gebürtige Niederbayer steht der Landwirtschaft nahe und könnte frische Impulse geben. Nachdem gestern noch Spekulationen kursierten, bestätigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder heute offiziell, dass Alois Rainer künftig das Landwirtschaftsministerium leiten wird.

Alois Rainer, geboren am 7. Januar 1965 in Straubing, ist von Beruf Metzgermeister und politisch in der CSU aktiv. Er gehört seit dem Jahr 2013 dem Deutschen Bundestag an. Rainer wuchs in Haibach im Bayerischen Wald auf einem landwirtschaftlichen Betrieb auf, zu dem auch eine Metzgerei und ein Gasthaus gehörten. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Lehre zum Metzger und legte 1986 erfolgreich die Meisterprüfung ab. Bereits 1987 übernahm er das Familienunternehmen, welches er heute zusammen mit seinem Sohn führt. Privat ist Alois Rainer verheiratet und Vater zweier Kinder. Zudem ist er der Bruder von Gerda Hasselfeldt, der früheren Bundesministerin für Gesundheit und Bauwesen.

Sein politisches Engagement begann Alois Rainer zunächst auf lokaler Ebene. Zwischen 1996 und 2014 amtierte er als Bürgermeister der Gemeinde Haibach. Bereits seit 2002 ist er Mitglied im Kreistag des Landkreises Straubing-Bogen. Im Jahr 2013 zog Rainer als Direktkandidat für seinen Heimatwahlkreis Straubing erstmals in den Bundestag ein und verteidigte das Mandat erfolgreich bei den darauffolgenden Wahlen. Dort arbeitete er unter anderem im Haushaltsausschuss, im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft und leitete den Finanzausschuss. Zuletzt gelang ihm 2025 erneut der Einzug in den Bundestag.

Für Bayerns Ministerpräsidenten Söder verkörpert Alois Rainer aufgrund seiner Erfahrung als Bürgermeister und Metzgermeister ideale Voraussetzungen für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers. Söder hob besonders Rainers Kenntnisse in den Bereichen Landwirtschaft, Gastronomie, Handwerk und Kommunalpolitik hervor. Zugleich äußerte Söder, dass Rainer einen klaren Gegensatz zu seinem grünen Vorgänger Cem Özdemir darstelle.

Unterstützung erhält Rainer im Ministerium künftig durch die Parlamentarischen Staatssekretärinnen Silvia Breher (CDU) und Martina Englhardt-Kopf (CSU). Silvia Breher stammt ursprünglich aus dem landwirtschaftlich geprägten Oldenburger Münsterland und wuchs selbst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Lindern auf. Von Beruf ist sie Juristin und war von 2011 bis 2017 Geschäftsführerin beim Landvolkverband Oldenburger Münsterland. Im Jahr 2017 wurde sie erstmals direkt in den Bundestag gewählt, wo sie unter anderem als stellvertretendes Mitglied im Agrarausschuss arbeitete. Breher ist Mitglied im CDU-Bundesvorstand und stellvertretende Parteivorsitzende.

Martina Englhardt-Kopf bringt ebenfalls umfassende Erfahrungen aus Politik und Landwirtschaft mit. Nach einer Ausbildung zur Bürokauffrau studierte sie Wirtschaftspädagogik und Betriebswirtschaftslehre. Später arbeitete sie in leitender Position als Studienrätin und Studiendirektorin im Bereich berufliche Bildung. Seit 2008 engagiert sie sich als Stadträtin in Schwandorf und war zeitweise Zweite sowie Dritte Bürgermeisterin. Zudem sitzt sie seit 2015 im Kreistag des Landkreises Schwandorf. Bei der Bundestagswahl 2021 zog Englhardt-Kopf erstmals als Direktkandidatin in den Bundestag ein und arbeitete dort vor allem im Verkehrsausschuss. Seit 2023 gehört sie dem CSU-Parteivorstand an und ist zudem Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Martina Englhardt-Kopf lebt mit ihrer Familie auf dem Hof ihrer Eltern, den sie inzwischen übernommen hat.

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