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400 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

  • Für die Zucker AG arbeiten 424 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 304 Vollzeitstellen, 217 in Aarberg und 197 in Frauenfeld. – Isabelle Schwander

Der Verband Thurgauer VTL unterstützt das Engagement der Stadt Frauenfeld und der Gemeinde Aarberg zur Verteidigung der Selbstversorgung der Schweiz mit ökologisch nachhaltigem Zucker. 

Die Schweizer Zucker AG (SZU) verarbeitet als einziges Unternehmen in der Schweiz Zuckerrüben an den Standorten Frauenfeld TG und Aarberg BE und stellt einen Selbstversorgungsgrad von rund 70 Prozent sicher.  Die beiden Standorte produzierten in der Zuckerrübenkampagne 2019 je 120’000 Tonnen Zucker. Das erbrachte ihnen und den Nebenbetrieben einen Gesamtumsatz von 263,2 Millionen Franken. Die Lebensmittelindustrie ist wegen der Swissness-Vorschriften auf den heimischen Zucker angewiesen.

In einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz sei nun  die Bedeutung der Zuckerproduktion für die Regionen untersucht worden, schreibt der Verband Thurgauer VTL in einer Medienmitteilung  . Dabei standen wirtschaftliche Aspekte wie Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Steuern und Abgaben sowie regionale Investitionsprojekte im Zentrum. Gemäss der Studie machen die zwei Produktionsstandorte Sinn. Zuckerrüben aus der Ostschweiz nach Aarberg zu transportieren wäre ineffizient, teuer und ökologisch bedenklich.

Kürzung und Zuschlag

Am 3. Mai  berät der Nationalrat das Geschäft an der ausserordentlichen Session. Die Wirtschaftskommission des Nationalrates schlägt vor, den «Einzelkulturbeitrag für Zuckerrüben, um 600 Franken zu kürzen.» Im Gegenzug soll es für biologisch angebaute Zuckerrüben einen Zuschlag von 700 Franken und für fungizid- und insektizidfrei angebaute Zuckerrüben 500 Franken pro Hektare und Jahr geben. In derselben Debatte soll auch die Weiterführung des Grenzschutzes pro Tonne Zucker von mindestens 70 Franken verankert werden. Es droht die Schliessung der Zuckerfabriken und der Abbau von über 400 Arbeitsplätzen.

Für die Schweizer Zucker AG, welche die Zuckerfabriken in Frauenfeld und Aarberg BE betreibt, wäre die massive Senkung der Einzelkulturbeiträge ein fatales Zeichen und gefährdet die landeseigene Versorgung mit Zucker. Die Schweizer Zucker AG befürchtet das Aus für die Zuckerproduktion in der Schweiz und damit auch den Abbau von über 400 Arbeitsplätzen, heisst es weiter in der Mitteilung. 

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Quelle: schweizerbauer.ch