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WUR/Niederlande: Kreislaufwirtschaft erfordert Zusammenarbeit in Lieferkette

Alexander Boedijn, WUR: „Ich sehe den Kreislaufgartenbau als zwei Seiten derselben Medaille: Es geht um und Abfälle. Im Kreislauf Gewächshausgartenbau werden weniger primäre, endliche verwendet. Andererseits werden ‚Abfallströme‘ aus dem Gartenbau und anderen Sektoren wiederverwendet und zu neuen n veredelt. Was heute noch Abfall ist, wird zunehmend zu einem Rohstoff. Solche Zyklen werden auch zu einer geringeren Umweltbelastung führen.“
Seine Projektkollegin Else Boutkan von Greenport West-Holland ergänzt: „Die Kreislaufwirtschaft erfordert eine Zusammenarbeit in der Lieferkette. Ein Unternehmer ist immer davon abhängig, was die Erzeuger liefern und wie die Abfälle verarbeitet werden. Aber es beginnt damit, dass man seinen eigenen Prozess kritisch betrachtet.“
Auf Grundlage von Interviews mit Lieferanten und Erzeugern werden Übergangsszenarien formuliert: Wie sehen kreislauffähige Gewächshausbetriebe der Zukunft aus? Welche Schritte müssen unternommen werden, um diese Zukunft zu verwirklichen? Es gehe auch um Vision und Storytelling: Wie können die verschiedenen Unternehmen ihren Kunden, den Verbrauchern und der Gesellschaft ihre Kreislauferfolge und Innovationen präsentieren?, heißt es weiter. Aktuell konzentrieren sich die Forscher auf einige Ströme, die fast jeder Gewächshausgartenbaubetrieb im Anbauprozess verwendet: Wasser, Düngemittel, Substrat, CO2 und Kunststoff. Aber auch die abfließende Biomasse, die nicht Teil des Endprodukts ist, stehe im Fokus, das sind z.B. Stängel und Blätter von Tomaten, Paprika und Gurken.
„Wenn man von der Nützlichkeit und der Notwendigkeit der Kreislaufwirtschaft überzeugt ist, gibt es viele Möglichkeiten. Der Gewächshausgartenbau muss es nicht allein schaffen. Auch andere Sektoren wie die Viehzucht, die verarbeitende Industrie und das Bauwesen suchen nach neuen (biobasierten) Materialien und Partnerschaften auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft. Indem wir den Restströmen aus dem Unterglasgartenbau in anderen Sektoren einen Mehrwert verleihen und umgekehrt, kann die Kreislaufwirtschaft zu innovativen Geschäftsmodellen und neuem Unternehmertum führen“, betont Alexander Boedijn abschließend.

Foto: WUR

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