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Tourismus sieht Aufschwung im Sommer

  • WALLIS – Von Crans-Montana im Kanton Wallis hat man einen herrlichen Blick auf die imposante Bergkette ‚Couronne Imperiale‘ mit den Gipfeln Weisshorn (4505m), Zinalrothorn (4221m), Obergabelhorn (4063m), Matterhorn (4477m) und der Dent Blanche (4358m). – Christian Perret

Nach dem fürchterlichen Coronajahr 2020 mit dem Einbruch der Gästezahlen blickt Tourismus wieder mit Zuversicht auf die bevorstehenden Sommerferien

. Die Touristen aus den wichtigen Ländern Deutschland, Frankreich, Benelux und Grossbritannien dürften deutlich zahlreicher kommen als letztes Jahr.

«Der Sommer wird stark», sagte -Tourismus-Direktor Martin Nydegger am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Die Gäste aus Europa kämen zurück. Bei den Franzosen rechne er mit einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2020, bei den Deutschen dürfte der Zuwachs 15 Prozent betragen.

Bei den Touristen aus den Benelux-Ländern und Grossbritannien erwarte er einen Anstieg von je 10 Prozent, auch wenn die Pandemieaussichten auf der Insel wieder dunkler würden, sagte Nydegger.

Hürden für Flugreisen

«Wir gehen davon aus, dass die Reiserestriktionen fallen werden. Und die französischen Gäste werden nicht alle gleich wieder ins Flugzeug steigen», sagte der Tourismus-Direktor. Fliegen sei noch mühsam. Man müsse viele Dokumente parat haben. Diese Hürden würden noch viele daran hindern, gleich Fernreisen zu unternehmen. Davon profitiere die .

Allerdings ist trotz der Erholung das Vor-Krisenniveau noch weit weg: Bei den deutschen Gästen dürfte der Rückgang 35 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2019 betragen, erklärte Tourismus auf Anfrage. Bei den Touristen aus den Benelux-Ländern seien es 36 Prozent weniger und bei den Franzosen betrage der Rückgang ein Viertel.

In den Fernmärkten stünden die Vorzeichen gut für die : «Die ersten amerikanischen Gäste sollten diesen Sommer wieder in die reisen, wir sehen ein Plus von 50 Prozent», sagte Nydegger. Tourismus gehe davon aus, dass der Bundesrat weitere Lockerungen umsetze.

«Und nach dem letztjährigen fast vollständigen Ausfall der arabischen Gäste sind wir optimistisch, wieder einige von ihnen in ihrer Hochsaison, unserem er Sommer, begrüssen zu dürfen», sagte Nydegger. Auch aus Korea und Hongkong, wo per 1. Juli Reisebeschränkungen gelockert werden, sollten bereits im Herbst wieder erste Gäste eintreffen.

Dagegen sieht es düster für Gäste aus Fernost und Ozeanien aus. «Für Festland-, Japan oder auch Australien jedoch erwarten wir leider vorläufig keine Lockerungen der Einreiseregimes», sagte Nydegger.

Einbussen von 250 Millionen

Trotz des Aufschwungs werde es im Gesamtjahr 2021 nochmals einen Rückgang von 5 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zu 2020 geben. Das liege am schlechten Winter, erklärte Nydegger. Gesamthaft würden 1,2 Millionen Übernachtungen fehlen, vor allem weil die Gäste aus Übersee ausblieben.

Diese Touristen aus den fernen Ländern gäben auch durchschnittlich mehr aus als die er Gäste. «So fehlt praktisch eine Viertelmilliarde Franken an Wertschöpfung», sagte Nydegger.

Die Rückmeldungen aus der Branche zur Buchungslage seien unterschiedlich. So gehe Seilbahnen für diesen Sommer wieder vor allem von einheimischen Gästen aus und setze grosse Hoffnungen auf angepasste Rahmenbedingungen, sagte Nydegger.

Die Buchungen in der Parahotellerie seien stark. Die Auslastung von Ferienwohnungen und Campingplätzen sei sehr hoch. In den Hochsaisonmonaten Juli und August seien sie gar fast ausgebucht.

Hotels zu wenig belegt

Dagegen befürchten die Hotels grosse Verluste durch die nach wie vor fehlenden ausländischen Gäste. Die Gesamtauslastung der er Hotellerie dürfte zwischen Juni und August wohl nur 48 Prozent betragen, sagte Nydegger. Das seien deutlich weniger als im Rekordjahr 2019, als 72 Prozent der Hotelbetten voll gewesen seien.

Insbesondere die Stadthotels seien schlecht gebucht. Um die Touristen zu locken, hat Tourismus ein Generalabonnement für den Sommer lanciert, mit dem die Gäste einen Monat lang mit dem öffentlichen Verkehr im ganzen Land herumfahren können.

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Quelle: erbauer.ch