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Rekordumsatz mit Lebensmitteln

  • Die Umsätze mit Lebensmitteln schossen 2020 in die Höhe.  – Coop

Der Schweizer Detailhandel ist der wichtigste Absatzkanal für die Schweizer . Und hier gab es im vergangenen Jahr einen Boom. Detailhändler erzielten mit knapp 30 Milliarden Franken einen neuen Rekordumsatz. Im Durchschnitt gab ein Schweizer Privathaushalt 7’680 Franken für Nahrungsmittel und Getränke aus. Jeder zehnte Franken wurde für ein Bio-Produkt aufgewendet.

Die Corona-Pandemie führt seit rund einem Jahr zu Einschränkungen. So waren 2020 für einige Monate die Grenze geschlossen, der Einkaufstourismus wurde so unterbunden. Einige Konsumenten haben aufgrund der Pandemie auch bewusst wieder mehr auf die Herkunft auf Lebensmittel geachtet.

Dies hat sich auf die Umsätze mit Lebensmitteln ausgewirkt. Der Detailhandel hat im Jahr 2020 mit Lebensmitteln einen Rekordumsatz von knapp 30 Milliarden Franken erwirtschaftet, das sind über elf Prozent mehr als im Vorjahr. Das Bundesamt für (BLW ) hat für das Jahr 2020 erstmals einen detaillierten Gesamtüberblick über die Lebensmittelausgaben in den Ladengeschäften erstellt. Online-Einkäufe sind darin nicht berücksichtigt. 

Tierische Produkte: 35,6%

Die Auswertung zeigt, welchen Umsatz die Detailhändler mit jenen Lebensmitteln erzielten, die einen näheren Bezug zur Schweizer aufweisen. Dazu gehören beispielsweise die Warengruppen Fleisch, Milch, Eier, Früchte oder Gemüse. Mit einem Umsatz von 10,6 Milliarden Franken betrug der Anteil der tierischen Produkte am gesamten Detailhandelsumsatz mit Lebensmitteln 35,6 Prozent.

Früchte, Gemüse und Kartoffeln erreichten bei einem Umsatz von 4,1 Milliarden einen Anteil von 13,7 Prozent. Knapp 4 Milliarden wurden für Milchprodukte ausgegeben, das Segment Backwaren und erreichte einen Umsatz von 3,26 Milliarden.

BLW

820 Franken für Bio-Lebensmittel

Im Durchschnitt gab ein Schweizer Privathaushalt 7’680 Franken für Nahrungsmittel und Getränke aus. Für Bio-Lebensmittel wurden durchschnittlich 820 Franken ausgegeben. Damit entfiel mehr als jeder zehnte Franken auf ein biologisch produziertes Produkt. Besonders beliebt waren Bio-Eier, die bei 118 Franken Haushaltsausgaben mit 33 Franken einen Anteil von 28 % erreichten.

Auch einen hohen Bio-Anteil gab es beim Segment Gemüse und Kartoffeln. Bei Haushaltsausgaben von 590 Franken erreichte Bio einen Marktanteil von 23 Prozent (138 Franken). Beim Fleisch hingegen ist der Bio-Anteil sehr gering. Die Haushaltsausgaben liegen hier bei 1383 Franken, Bio erreicht einen Anteil von 73 Franken oder 5 Prozent.

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Klassischer Detailhandel schwingt oben aus

Untersucht haben die BLW-Marktexperten auch, wo eingekauft wird. Wenig überraschend hat der klassische Detailhandel in der Schweiz einen hohen Stellenwert. 77 % der Lebensmittelausgaben wurden 2020 im klassischen Detailhandel getätigt.

Umgerechnet erzielten Migros, Coop, Volg und Co. einen Lebensmittelumsatz von 22,9 Mrd. Franken. Die Discounter holen aber auf und erreichten insgesamt einen Umsatzanteil von 17 %. Damit knackten sie die 5 Milliarden-Marke. Im Fachhandel und an den Tankstellen wurde mit 1,8 Mrd. Fr. ein Umsatzanteil von 6 % erzielt.

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Unterschiede

Der Bericht des BLW bringt auch regionale Unterschiede hervor. So gaben Westschweizer Haushalte 4,0 % ihrer Lebensmittelausgaben für Fisch aus, während es in der Deutschschweiz 2,1 % waren. Beim Fleisch gibt es zwischen den Sprachregionen keinen Unterschied.

In städtischen Gebieten kauften Haushalte weniger Fleisch und Milch als in ländlichen Regionen. Der Unterschied beträgt aber nur rund 1 Prozent. Während Familienhaushalte mit Kindern höhere Ausgabenanteile bei Fleisch vorwiesen, gaben kinderlose Haushalte proportional mehr Geld für Gemüse und alkoholische Getränke aus

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Quelle: schweizerbauer.ch