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Pflanzenschutzmittel: Kauf nur mit Prüfung

  • Die Bedingungen für Fachbewilligungen für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in der schaft, im Garten- und Waldbau und an speziellen Orten wie Sportplätzen sollen präzisiert werden. Neu soll es eine obligatorische Prüfung brauchen, um den Fachausweis zu erhalten. – Grangeneuve

Der Bund will den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln in der schaft, im Garten- und Waldbau verbessern. Pflanzenschutzmittel für den professionellen Gebrauch sollen neu nur noch Personen kaufen dürfen, die eine Bewilligung haben.

Neu soll es eine obligatorische Prüfung brauchen, um den Fachausweis zu erhalten. Dieser soll zudem auf acht Jahre befristet werden. Eine Verlängerung der Fachbewilligung ist an eine Weiterbildung gebunden. Weiter soll es ein Verzeichnis der total rund 60’000 Fachbewilligungen geben. So soll der professionelle Umgang mit Chemikalien gestärkt werden. 

Risiken halbieren

Diese Massnahmen schlägt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vor, um die Ziele des Aktionsplans «Pflanzenschutzmittel (PSM)» des Bundes zu erfüllen. Dieser Plan sieht vor, die Risiken von Pflanzenschutzmitteln bei der Anwendung zu halbieren.  

Ziel ist es gemäss Bund, ab 2027 den bestmöglichen Einsatz von PSM durch berufliche Anwenderinnen und Anwender zu gewährleisten, indem der Zugang zu PSM auf Inhaberinnen und Inhaber von Fachbewilligungen beschränkt wird, die über die geeigneten Kompetenzen verfügen und diese laufend aktualisieren.

Prüfungsfrei bis Mitte 2026

Ab 2026 ist die Erlangung der Fachbewilligung nur möglich, wenn die Kenntnisse vorgängig in einer Prüfung nachgewiesen worden sind. Der Wissenserwerb während der Grundausbildung als /-in oder Gärtner/-in sowie während der höheren Ausbildung als Forstwart/-in ist indessen nach wie vor möglich.

Inhaberinnen und Inhaber der bisherigen Berechtigungen können die neue Fachbewilligung prüfungsfrei erlangen, wenn sie sie bis 30. Juni 2026 beantragen. Die neuen Fachbewilligungen, die von Inhaberinnen und Inhabern der bisherigen Berechtigungen oder nach bestandener Prüfung erlangt wurden, sind acht Jahre lang gültig und können anschliessend verlängert werden, wenn die Inhaberinnen und Inhaber eine bestimmte Anzahl Weiterbildungsstunden absolvieren.

Das Uvek eröffnete am Mittwoch die Vernehmlassung zur Anpassung der entsprechenden Chemikalien-Reduktions-Verordnung. Die Vernehmlassung läuft bis am 5. April.

-> Den ganzen Bericht gibt es hier

Altholz für Wärmeerzeugung

Gleiches gilt für die Vernehmlassung zur Anpassung der Luftreinhalteverordnung. Mit einer Revision sollen die Grenzwerte für Staub, Gase und giftige Stoffe reduziert werden, die bei der Arbeit an Spanplattenanlagen entstehen. Für die Produktion von Holzfaserplatten sollen zudem Grenzwerte eingeführt werden, die den Anlagen entsprechen.

Diese bestehende Verordnung verbietet zudem derzeit das Verbrennen von Altholz. Damit aber in Betrieben Holzspäne und -Fasern getrocknet werden können, soll es neu erlaubt sein, Altholz zur Wärmeerzeugung zu verwenden. Aus Sicht der Ressourcenschonung sei es sinnvoll, Altholz einzusetzen. Das sei europaweit branchenüblich.

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Quelle: schweizerbauer.ch