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Lebendexport von Schafen auf der Kippe

  • In Australien leben 125 Millionen Schafe. (Symbolbild) – pixapay

In Australien wird am 21. Mai ein neues Parlament gewählt, und insbesondere die Schafhalter fürchten, dass es bei einem Regierungswechsel zu einem kompletten Verbot der Lebendexporte von Schafen kommt,

Ein Parteisprecher der oppositionellen Arbeitspartei hatte kürzlich angekündigt, dass es nach einer  Regierungsübernahme zu einem Auslaufen der Lebendausfuhr kommen werde, in Absprache mit der Industrie und der Regierung in Western Australia. In diesem Bundesstaat hat der Verkauf von Schafen, meist in den Nahen Osten, eine grosse Bedeutung.

Der Regierungschef von Western Australia, Mark McGowan, ebenfalls von der Laborpartei, ist von der Idee eines Komplettverbotes jedoch nicht überzeugt und verwies auf die bestehende Regelung, dass die Tiere während der heissen Sommermonate auf der Nordhalbkugel nicht verschifft werden dürfen. Ausserdem seien zusätzliche Veterinärkontrollen und eine verstärkte Überwachung auf den Schiffen eingeführt worden.

Auch der Vorsitzende und Spitzenkandidat der Laborpartei, Anthony Albanese, ruderte inzwischen zurück und erklärte gegenüber der Presse, dass seine Partei zwar für einen strengen Tierschutz stehe, ein Komplettverbot der Lebendexporte jedoch nicht geplant sei. Diese hätten sich bereits halbiert und das Ausfuhrverbot im Sommer bleibe bestehen.

Der nationale Bauernverband (NFF) kritisierte die unklare Haltung der Laborpartei, die bereits bei den Wahlen 2019 mit dem Versprechen eines Ausfuhrverbots angetreten war. „Was den Export von Schafen betrifft, ist Labor nicht bereit, sich über die monumentalen Verbesserungen des Sektors und die Bedeutung der Branche für die Erzeuger, die Gemeinden und die Handelspartner Australiens zu informieren“, monierte NFF-Präsidentin Fiona Simson. Durch Initiativen der Industrie, neue Vorschriften und den Exportstopp in der heißen Jahreszeit sei es bereits zu einer signifikanten Verbesserung des Tierschutzes bei den wirtschaftlich wichtigen Transporten gekommen.

„Labor sollte auf die Industrie hören, wenn es um das Wohlergehen von Nutztieren geht, und nicht auf radikale Minderheiten in den Städten“, betonte die Bauernpräsidentin. Sie warf Labor zudem vor, bislang im Wahlkampf nichts zu den Themen Klima und Nachhaltigkeit und deren Auswirkungen auf die gesagt zu haben; gleiches gelte für einen echten Plan für die regionale Entwicklung.  

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Quelle: schweizerbauer.ch