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Kostenexplosion: Milchbauern fordern sofortiges Handeln

  • Auch wenn die in den letzten Monaten etwas nach oben gegangen seien, könnten sie den extremen Kostenanstieg aufgrund von Preissteigerungen bei Produktionsmitteln bei weitem nicht ausgleichen. – VIRGINIE LEFOUR

 Das European Milk Board hat aufgrundder «explodierende Kosten» von «allen Verantwortlichen» sofortiges Handeln eingefordert.

Wie der Dachverband European Milk Board (EMB) vergangene Woche warnte, nehmen die Kostensteigerungen in der Milcherzeugung «alarmierende Ausmasse» an und bedrohen damit auch die Milchproduktion in Europa.

Auch wenn die in den letzten Monaten etwas nach oben gegangen seien, könnten sie den extremen Kostenanstieg aufgrund von Preissteigerungen bei Produktionsmitteln
wie Dünger, Futtermittel und Energie bei weitem nicht ausgleichen.

Diesen Ausgleich beim Preis müsste es nun unbedingt geben, so die Forderung des EMB-Vorstands. Angaben haben in Deutschland im Februar führende nordrheinwestfälische Molkereien 44 Cent (46 Rappen) pro Kilogramm Milch an ihre Erzeuger gezahlt. Auch wenn damit das Preisniveau gestiegen sei, liesse sich nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen der Kostenanstieg von 10 Cent (10 Rappen) im Vergleich zu Wirtschaftsjahr 2020/2021, der die Gesamtproduktionskosten auf aktuell 53 Cent/kg  (55 Rp./kg) Milch hochgetrieben habe, so bei weitem nicht ausgleichen.

In Frankreich sind die Kosten für Energie laut EMB innerhalb eines Jahres um circa 30 % und für Düngemittel um über 80 % gestiegen. Aus Portugal werden nach Darstellung des EMB für April 2022 im Vergleich zu April 2021 Preissteigerungen von 62 % bei Diesel, 77 % beim Mais und 140 % beim Stickstoffdünger gemeldet. Auch aus Ländern wie Italien und den Niederlanden kommen laut dem Dachverband Informationen,
dass viele Milchviehhalter aufgrund der Preisexplosionen bei den Futtermitteln gezwungen seien, Milchkühe vermehrt in die Schlachtung zu geben. 

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Quelle: schweizerbauer.ch