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Höchster Schweizer an EAAP-Konferenz

  • Die Wissenschaft solle zum Wohle des Züchters sein, betont Andreas Aebi. – Adrian Haldimann
  • Nationalratspräsident Andreas Aebi an der Eröffnungsrede der EAAP-Konferenz in Davos. – Adrian Haldimann
  • Eröffnung im Konferenzzentrum in Davos. – Adrian Haldimann

Nationalratspräsident Andreas Aebi hielt in Davos GR an der EAAP-Konferenz die Eröffnungsrede. Wissenschaft sei wichtig. Sie solle aber effizient sein, sagt er im Interview mit schweizerbauer.ch. 

Tierwissenschaftler aus ganz Europa treffen sich diese Woche an der Konferenz  der Europäischen Vereinigung für Tierwissenschaften (EAAP) im Konferenzzentrum in Davos GR. Als praktizierender und höchster Schweizer hielt Andreas Aebi am Montagabend die Eröffnungsrede. 

Aebi hebt Züchterarbeit hervor

Zusammen mit dem OK-Präsidenten Lucas Casanova, Direktor von Braunvieh Schweiz, habe er 30 Jahre für die Schweizer Viehzucht das Beste versucht zu machen, erklärt Nationalratspräsident Andreas Aebi im Interview seine Verbindung zur EAAP-Konferenz. In der Nutztierhaltung sieht er viel Potenzial in den technischen und digitalen Fortschritten.  «Heute gibt es viele Hilfsmittel, die es vor 10, 20 Jahren noch nicht gab und die ich noch gar nie gesehen habe.» Und in Bezug auf die Rindviehzucht spricht er als ehemaliger Präsident der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rinderzüchter (ASR) vor allem die Rindviehausstellungen an, die massgeblich zur Entwicklung beigetragen hätten. Die Jungzüchter gehörten heute zur besten und aktivsten Jugendbewegung in der , sagt er weiter. Das Resultat der begeisterten Zuchtarbeit beschreibt er wie folgt: «Auf dem Markt kann man heute ab Stange gesunde Kühe kaufen, die Milch geben. Das war vor 10 bis 20 Jahren noch nicht in diesem Masse der Fall. 

«Zum Wohle des Züchters»

Angesprochen auf die zukünftige Entwicklung der Rinderzucht meint der Meister aus Alchenstorf BE, dass Sekundärmerkmale wie Fruchtbarkeit und Klauengesundheit immer wichtiger würden. Krankheiten wie Mortellaro sei noch nicht «ausgekämpft». Es brauche dauernd neue Lösungen, die man aber finden werde. Die Wissenschaft sei in diesem Prozess wichtig. Er fordert von ihr aber Kosteneffizienz. Die Wissenschaft müsse sich bündeln und nicht, dass weltweit Gleiches erarbeitet werde. «Die Wissenschaft solle zum Wohle des Züchters sein», sagt er abschliessend.

EAAP-Konferenz dauert noch bis Freitag

Die Konferenz der European Federation of Animal Science (EAAP) findet zum 72. Mal statt. In diesem Jahr ist die Schweiz Gastgeberland. Fast 900 Tierwissenschaftler aus 49 Ländern tauschen sich vor Ort aus, die aus rund 1000 Präsentation die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse mitverfolgen können. Die Konferenz kann auch virtuell verfolgt werden. Die Präsentationen enden am Donnerstagabend. Der Freitag steht dann ganz im Zeichen von Betriebsbesichtigungstouren.

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Quelle: schweizerbauer.ch