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Hafen Kapstadt: Exporteure bemängeln zahlreiche Probleme

Während eines Treffens zwischen Hafenbehörde und Interessenvertretern der Logistikkette im Dezember 2019 war bekannt geworden, dass ein weltweiter Standard drei bis fünf Kräne für die Verladung von Containern vorsieht. Die durchschnittliche Anzahl der Kräne pro Schiff im Hafen von Kapstadt liegt bei 2,5.

Daraus resultiert eine Verzögerung von mindestens drei Tagen pro Schiff sowie ein Gesamtverlust von 1.530 Schiffstagen pro Jahr. Um die Verzögerungen zu umgehen, änderten Reedereien ihre Fahrpläne und fuhren den Hafen nicht mehr an.

Allerdings sind die Verspätungen nur ein Teil des Problems, schreibt Eurofruit unter Berufung auf Roelf Pienaar, Geschäftsführer des Expoteurs Tru-Cape. „Die begrenzte Verfügbarkeit von Kühlcontainern hat Tru-Cape schon vor geraumer Zeit angesprochen, doch auch die Änderung der Schifffahrtspläne und die Auswirkungen des Klimas beeinträchtigen unsere Exportfähigkeit.“

Für Exporte in die Europäische Union ergeben sich durch die Verzögerungen Folgeprobleme, wie Pienaar weiter erklärt. Ab August werden jährlich Zölle auf südafrikanische Apfel- und Birnenimporte erhoben. „Wenn wir unser Produkt vor Ablauf der Zollfrist an Land bringen, hat dies erhebliche Auswirkungen auf unseren Gewinn und das Einkommen, das an unsere Produzenten zurückfließt“, so Pienaar. Da die Lagerbestände der nördlichen Hemisphäre frühzeitig geräumt wurden, hätten Verzögerungen dazu geführt, dass Vermarktungsmöglichkeiten verpasst wurden.

Hafen Kapstadt: Exporteure bemängeln zahlreiche ProblemeFoto: Transnet

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