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«Genf ist auch ein Agrarkanton»

  • «Genf ist ein bedeutender Agrarkanton», sagt Regierungsrat Antonio Hodgers aus dem Kanton Genf. Er ist auch zuständig für die .  – Ruedi Haudenschild
  • v.l.: Josef Zisyadis, Geschäftsführer der Genusswochen und Sternekoch Philippe Chevrier. – Ruedi Haudenschild

Die Schweizer Genusswoche findet vom 16. bis 26. September 2021 statt. Genf ist Genuss-Stadt und Sternekoch Philippe Chevrier Pate.

Die Schweizer Genusswoche ist der grösste Anlass rund um gutes Essen in der Schweiz. Sie findet dieses Jahr vom 16. bis 26 September bereits zum 21. Male statt. In der ganzen Schweiz finden Events zum Thema Genuss statt. Die mitmachenden Restaurants verpflichten sich, lokale Speisen und Weine in ihre Karten aufzunehmen.

Stadt Genf unterstützt

Philippe Chevrier, ein führender Sternekoch mit 2 Michelin-Sternen und 19 Gault-Millau-Punkten im Restaurants Domaine de Châteauvieux in Peney-Dessus bei Satigny GE, ist der Pate der Genusswoche 2021. Als Botschafter der 21. Ausgabe der Schweizer Genusswoche will er die Vielfältigkeit der Region Genf auch ausserhalb des Kantons bekanntmachen. Die Stadt Genf darf sich dieses Jahr Genuss-Stadt nennen.

Sie tut denn auch viel für die Unterstützung der nachhaltigen Ernährung und der regionalen . Als Fahnenträger des guten Genusses würdigt die Stadt nicht nur Restaurants, die sich für gutes Essen einsetzen, sondern versucht auch Gastronomie, Bevölkerung und die Schüler für die Lebensmittelvielfalt und die regionalen Qualitätsprodukte zu sensibilisieren.

bewirtschaftet 50% des Landes

An einer kleinen Feier der «Fondation pour la Promotion due Gout» unter alt Ständerat Robert Cramer (Gründe) als Präsident und Altnationalrat Josef Zisyadis (PdA) als Geschäftsführer und geistiger Vater dieser Bewegung zur Förderung des guten Geschmackes und der regionalen Produkte, erklärte Robert Cramer Philippe Chevrier zum Botschafter des guten Geschmackes.

Der ehemalige Genfer Regierungsrat wies darauf hin, dass gerade die Genfer immerhin noch 50 Prozent des Landes bewirtschafte «und sich nur weiter entwickeln kann, wenn der Wert der Produkte ab Hof auf dem Weg zum Konsumenten weiter gesteigert werde und dies auch gebührlich kommuniziert wird». Und Josef Zisyadis erklärte, dass der Koch als Veredler das letzte Glied in einer langen Kette von grossen Anstrengungen sei, bevor das Teller fertig angerichtet auf den Tisch komme, um das Gute mit Freunden oder Familie zu teilen. Sein Fazit: «Ohne gute Köche ist alles nichts».

Genf ist auch Agrarkanton

Der etwas später zugestossene Regierungsrat Antonio Hodgers (Grüne), unter anderem auch zuständig für die Genfer , verdeutlichte in seiner Gruss- und Dankesadresse an die anwesenden Mitglieder der Stiftung zur Förderung des guten Geschmackes, der Vertreter der , Weinbauern und Lieferanten von Philippe Chevrier, dass es ihm ein Anliegen sei, die übrige Schweiz während der Genusswoche einmal mehr daran zu erinnern, dass gerade der Kanton Genf nicht nur Stadt, sondern ein grosser und bedeutender Agrarkanton sei, der sehr früh auf Regionalität und die lokale Produktion gesetzt habe.

«Der Begriff Terroir ist für uns mehr als Heimat. Terroir findet sich dank des Könnens, der Sorgfalt und der Liebe der Köche im speziellen Geschmack der veredelten Produkte aus der Region», sagte er.

v.l.: Philippe Chevrier, Robert Cramer, Josef Zisyadis und Nathalie Fontanet
Ruedi Haudenschild

Lokale Wirtschaft fördern

«Die Stadt Genf arbeitet mit dem Kanton und den verschiedensten Vereinigungen daran, Stadt und Land einander anzunähern und eine nachhaltige Ernährung und eine urbane zu fördern. Wir Genfer sind stolz, das ganze Jahr 2021 über als Fahnenträger des Genusses zu fungieren», erklärte Nathalie Fontanet, Finanzvorsteherin der Regierung des Kantons Genf.

Es sei wichtig die Geschmacksentwicklung bei Jugendlichen, den möglichst breiten Zugang zu einer gesunden und qualitativ hochwertigen Ernährung sowie die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klima zu thematisieren: «Auch Themen wie die Förderung der Region, die regionale Verankerung und die lokale Wirtschaft werden 2021 im Vordergrund stehen», erklärte die Staatsrätin.

Kulinarisches Erbe hochhalten

Koch Philippe Chevrier würdigte vor seinem nördlich der Rhone gelegenen wunderbaren Anwesen Chateauvieux die ihm zuteil gewordene Ehre: «Ich bin sehr stolz, als Ambassadeur des guten Geschmacks und des Kantons Genf gewählt worden zu sein. Viele Leute in der Schweiz und in der Welt kennen die Schätze unseres Bodens nicht. Genf ist nicht nur eine Stadt der Geschäfte, des Luxus und von Sitz von internationalen Institutionen und Firmen. Unsere Landschaft ist wunderschön mit gepflegtem Ackerbau, einer grossen Gemüsevielfalt, Qualitätsfleisch und Spezialitäten und ausserordentlich schönen Weinbergen mit herrlichen einheimischen Tropfen von höchster Qualität.»

Die selber produzierenden Köche pflegten nicht nur das kulinarische Erbe, sondern seien auch immer mehr daran interessiert lokale Produkte von engagierten Produzenten in ihren Küchen zu veredeln und auf ein hohes kulinarisches Niveau zu heben. So werde immer mehr Leuten bewusst, welche Schätze und kulturelles Erbe die engere Heimat biete. Um sehr gut zu Essen müsse heute niemand mehr ins Ausland fahren. Im Gegenteil, es kämen nämlich immer mehr ausländische Feinschmecker in die Schweiz um bei uns fein zu Essen und zu Trinken.

Claude Bieri macht mit Sohn Matthias aus der Milch ihrer 70 reinen Simmentalerkühe als einziger Käse im Kanton
Ruedi Haudenschild

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Quelle: schweizerbauer.ch