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Folgenabschätzung zur Farm-to-Fork-Strategie wohl im kommenden Jahr

Eine umfassende Folgenabschätzung zur Farm-to-Fork-Strategie ist aller Voraussicht nach im kommenden Jahr zu erwarten. Wie Kommissionskreise am vergangenen 30. September gegenüber AGRA-EUROPE berichteten, ist auch eine Folgenabschätzung für die Biodiversitätsstrategie geplant. Verschiedene Untersuchungen, darunter auch eine Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der EU-Kommission, hatten bereits die in den Strategien vorgesehenen Reduktionsziele, etwa beim Pflanzenschutz- und dem Düngemitteleinsatz, mit deutlichen Einschränkungen der Produktionsmengen in Verbindung gebracht.

Verschiedenen Medienberichte, denen zufolge EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski die Fertigstellung der Strategiepläne der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik () als Voraussetzung für die Erstellung der Folgenabschätzung mache, wurden verneint. Hierzu hieß es, dass kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Strategieplänen und der Folgenabschätzung bestehe. Unterdessen begrüßte der Präsident des irischen Bauernverbandes (IFA), Tim Cullinan, die Ankündigung Wojciechowskis, „bald eine„umfassende Folgenabschätzung“ durchzuführen. Der Ire wertete dies als „einen wichtigen Schritt, der aber sofort beginnen muss“. Cullinan erinnerte außerdem daran, dass der IFA bereits seit Sommer 2020 entsprechende Forderungen aufgestellt habe. Eine Absage erteilte der IFA-Präsident einem möglichen Versuch, die Ziele der Farm-to-Fork-Strategie „durch die Hintertür der nationalen -Strategiepläne“ durchzusetzen. „Die bisher einzige Bewertung der Auswirkungen der Farm-to-Fork-Strategie auf die Einkommen und die Ernährungssicherheit wurde vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium durchgeführt und war sehr besorgniserregend“, stellte Cullinan fest. Er erinnerte daran, dass der technische Bericht der GFS über die Auswirkungen der Farm-to-Fork-Strategie und der Biodiversitätsstrategie im August veröffentlicht worden sei. Zudem zeige der Bericht, dass 50 % der Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch gleichwertige Treibhausgasemissionen in Drittländern ersetzt würden. Das unterstreiche wiederum die Notwendigkeit einer größeren Kohärenz der Kommissionspolitik, so der IFA-Präsident. AgE

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