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EU/Südafrika: Nach Citrus-Deal bestehen die Unsicherheiten fort

Ende voriger Woche hatte die südafrikanische Regierung kurzfristig eine Einigung über die Freigabe der in den Häfen der Europäischen Union blockierten Citrusfrüchte ausgehandelt. In einer Erklärung teilte das Ministerium für , Landreform und ländliche Entwicklung (DALRRD) mit, dass die verbleibenden Container, die in den Eingangshäfen der EU festsitzen, nun abgefertigt werden. Obwohl sich die Situation Branchenkennern zufolge zwischenzeitlich in der Tat leicht entspannt hat, lässt die erreichte Lösung im Citruskonflikt zwischen der EU und Südafrika eine Menge Fragen offen.

Vor allem hinsichtlich der langfristigen Konsequenzen der neuen EU-Regularien für die südafrikanische Citruswirtschaft bestehen die Sorgen fort. Die Citrus Growers Association (CGA) untermauerte nochmals, dass die neue EU-Verordnung über den Falschen Apfelwickler (FCM) eine massive Bedrohung für die Branche in Südafrika darstelle. Der CGA-Vorsitzende Justin Chadwick sagte: „Die eigentliche Bedrohung besteht in der langfristigen Umsetzung der ungerechtfertigten, unpraktischen und diskriminierenden Vorschriften der EU für südafrikanische Orangen, die von der lokalen Industrie nicht mehr umgesetzt werden können.“ Die südafrikanischen Erzeuger würden in der aktuellen Saison höchstwahrscheinlich nur die Hälfte der erwarteten Erträge für die freigegebenen Früchte erhalten, da die meisten Container bereits seit einigen Wochen stehen und viele Lieferverträge nicht eingehalten werden konnten.

Foto: siculodoc – AdobeStock

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