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Ecuador: Neues System für Bananenkarton-Mindestpreis angekündigt

Ab 2021 soll das neue System laut ecuadorianischem Landwirtschaftsminister umgesetzt werden, da die Verhandlungen zwischen Produzenten und Exporteuren Anfang Oktober zu keiner Einigung geführt haben. Die Exporteure hatten den Preis senken wollen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, während die Erzeuger ihn angesichts der steigenden Produktionskosten erhöhen wollten, berichtet freshfruitportal.

Mit dem neuen System ergebe sich folgende Staffelung: Der offizielle Preis, den Exporteure an Erzeuger dann zahlen müssen, wird im Laufe des Jahres in vier Perioden aufgeteilt, um der sich ändernden Marktnachfrage Rechnung zu tragen. Zwischen KW 1 und KW 16 wird er bei 6,60 US-Dollar liegen, von KW 17 bis KW 32 bei 6,25 US-Dollar. In der zweiten Jahreshälfte, von KW 33 bis KW 42 wird er auf 4,50 US-Dollar fallen, um zwischen KW 43 und KW 52 wieder auf 6,40 US-Dollar zu steigen, heißt es weiter. Verträge sollen weiterhin mit dem gewichteten Jahrespreis von 6,25 US-Dollar abgeschlossen werden können. Der aktuelle Jahrespreis pro 18,14 kg-Karton beträgt derzeit 6,40 US-Dollar. Laut Ministerium wird das Preismodell es der Branche ermöglichen, mehr Umsatz zu erzielen, wenn die Produktion höher ist, und den normalen Nachfragerückgang zwischen Juni und Oktober besser zu bewältigen. Außerdem könne man sich so besser auf die von November bis Oktober stattfindende Absatz- und Produktionssteigerung vorbereiten.
Richard Salazar, Geschäftsführer Acorbanec, erklärte gegenüber freshfruitportal, dass die Branche bereits in den vergangenen Jahren ein ähnliches System mit differenzierten Preisen und einem Festpreis eingeführt hatte. „Wir haben 6 US-Dollar erhofft, aber dieser Preis kam nicht zustande. Wir werden mit unseren Kunden im Ausland verhandeln müssen, aber dennoch glauben wir, dass dieser Preis immer noch hoch ist. Es gibt bereits Druck von den Supermärkten in Europa, den Preis für einen Karton Bananen zu senken, und dasselbe geschieht auch auf anderen Märkten, wie , dem Nahen Osten und Osteuropa sowie Afrika.“
Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Covid-19 im kommenden Jahr und die Auswirkungen des sinkenden Ölpreises auf die Kaufkraft von Märkten wie , in den rund 20 % der Bananen-Ausfuhren gehen, und dem Nahen Osten gelte es zu meistern.


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