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DBV: Schlechte Stimmungslage in deutscher Landwirtschaft hält an

Aufgrund der ungünstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der wirtschaftlichen Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bleibt die Stimmung laut DBV-Konjunkturbarometers Agrar unverändert schlecht. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, hält die Umfrageergebnisse sogar für besorgniserregend. 

„Corona, schlechte Ernteergebnisse und nun die Afrikanische Schweinepest sind eine sehr gefährliche Mischung für unsere Betriebe, die den Strukturwandel noch einmal deutlich beschleunigen könnte. Die seit langem anhaltende schlechte wirtschaftliche Situation in unseren Betrieben macht mir große Sorgen.“
Aktuell fühlen sich 8 % der repräsentativ befragten Landwirte von der Corona-Krise in ihrem Wirken eingeschränkt (März 11 %) und 18 % wollen ihre geplanten Investitionen deswegen auf unbestimmte Zeit verschieben (März 26 %). Nur noch 25 % der Landwirte teilen die Einschätzung, dass mit der Corona-Situation die wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft bekommen wird. In der Märzerhebung waren es noch 46 %. 44 % der Landwirte (März 47 %) sind dagegen der Meinung, dass durch das Virus die Sorgen und Nöte der lichen Betriebe aus dem Blick geraten könnten. Der Indexwert des Konjunkturbarometers Agrar fällt mit 12,3 sogar noch etwas schlechter aus als in der vorangegangenen Befragung vom Juni 2020 (15,8). Die Investitionsplanungen der Landwirte für die kommenden sechs Monate sind weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau (31 %). Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen liegt mit 5 Mrd Euro um 0,1 Mrd Euro unter dem entsprechenden Vorjahresstand. Die Liquidität der Betriebe hat sich seit Dezember 2019 kaum verändert. Im September 2020 gaben 15 % der Betriebe an, dass ihre Liquiditätslage angespannt oder sehr angespannt ist. Die Zukunftserwartungen sind in allen Betriebsformen wenig optimistisch. Ackerbaubetriebe beurteilen die künftige wirtschaftliche Lage aktuell pessimistischer als noch im Juni. Günstiger werden im Jahresvergleich die Preise für , Düngemittel und Treibstoffe bewertet. Die politischen Rahmenbedingungen haben weiterhin einen eher negativen Einfluss auf die Stimmungslage der Landwirte.


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