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Cibus-Messe ab 2023 auch mit frischem O+G

Bisher war die italienische Messe Cibus allgemein als Messe für italienische bekannt. In diesem Jahr fand sie noch Anfang Mai in Parma statt, gleichzeitig mit der Macfrut, die derweil in Rimini ihre Tore öffnete. Besucher mussten sich also zwangsläufig entscheiden – oder die gut 200 km zwischen den beiden Veranstaltungen pendeln.

Immerhin liegen beide in der Emilia-Romagna, die sowohl für den Anbau von O+G als auch für weltweit geschätzte Spezialitäten wie Tortellini, Käse oder Schinken bekannt ist – die Aufzählung ist selbstverständlich unvollständig.  Im kommenden Jahr soll sich nun einiges ändern. Zum einen wird das traditionelle Mai-Datum auf Ende März verlegt – so weit, so gut. Deutlich mehr Aufsehen erregte in italienischen Medien jedoch die Tatsache, dass auf der Cibus 2023 neben den bekannten Bereichen nun auch ein Teil für frisches und Gemüse „made in Italy“ eingeplant wurde. Genutzt werden solle das Format zum internationalen Austausch, für Präsentationen und Verkostungen. Organisiert wird der Teil der Messe gemeinsam mit dem Konsortium Edamus Italian Fruit Village, das unter anderem auch auf der Fruit Logistica mit Gemeinschaftsständen italienische Produkte und Erzeuger präsentiert. An „Cibus Fruit and Vegetables“ werde die gesamte Lieferkette teilnehmen, von Erzeugerorganisationen, Konsortien über Vertriebsgenossenschaften bis hin zu Top-Einkäufern der Branche. Konferenzen und Workshops sollen das Angebot abrunden.

Antonio Cellie, CEO der Messe Parma, erklärte in einer Mitteilung, dass dieser neue Bereich „dem Wunsch der Unternehmen der Branche“ nachkomme, „auf den großen internationalen - und messen als Protagonisten aufzutreten und den von und Gemüse verstärkt zu fördern“. Es sei das Ziel, die italienischen Akteure mit dem Handel in einen Dialog zu bringen, um die Wertschöpfungskette im Hinblick auf das Category Management zu optimieren, so Cellie. Andere Messen hätten andere Vorstellungen und Perspektiven: „Fruit Logistica weist schon im Namen auf einen nicht kommerziellen und produktbezogenen Aspekt hin“, führte er aus. Die Macfrut hingegen verwechsle Produkt und Mechanik. Bei der Cibus hingegen wolle man das „Schloss“ des Made in Italy verteidigen. Konzept sei, dass die Produzenten mit denen sprechen sollten, die das Produkt vertreiben und verarbeiten. Und das finde man weder in , noch in der Romagna.

„In Parma wird es möglich sein, direkt mit denjenigen zu sprechen, die das Produkt herstellen“, betonte Cellie. Gennaro Velardo, Präsident von Italia Ortofrutta, begrüßte das neue Projekt der Cibus, wie der Corriere Ortofrutticolo berichtet. „Wir sind oft auf Messen, nur um Präsenz zu zeigen, mit wenig konkreten Ergebnissen. Seit Jahren sagen wir, dass die internationale Messe für italienisches O+G in stattfindet“, so Velardo. Seit langem werbe das Italian Fruit Village auf internationalen Veranstaltungen für italienische Frischeprodukte, stellte Emilio Ferrara, Präsident des Edamus-Konsortiums, fest. Die neue Vereinbarung stelle einen „Wendepunkt für Italien“ dar.

Bild: Cibus

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