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Brexit: Regierung vergibt Aufträge an Fährunternehmen, um reibungslose Lieferung zu gewährleisten

Die Verträge sollen bis sechs Monate nach dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember in Kraft bleiben. „Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um einen reibungslosen und erfolgreichen Frachtfluss zu gewährleisten. Und zwar unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen mit der EU“, wird Verkehrsminister Grant Shapps zitiert. Allerdings ruft dieses Vorgehen bereits jetzt Zweifel hervor. Naomi Smith, Geschäftsführerin der Kampagnengruppe Best for Britain, erklärte: „Angesichts der Tatsache, dass die letzten Fährverträge der Regierung in einer gerichtlichen Auseinandersetzung endeten, werden viele zu Recht bezweifeln, dass dies der beste Weg ist, um sicherzustellen, dass lebenswichtige und andere kritische Güter nach dem Ende der Übergangszeit reibungslos nach Großbritannien geliefert werden können. Die Versorgungsketten erleben bereits jetzt beispiellose Störungen aufgrund von Covid, und ein No Deal- könnte enorme neue logistische Probleme schaffen, insbesondere angesichts der Tatsache, wie spät diese Vorkehrungen getroffen wurden.“
Laut dem Department for Transport (DfT) sichern die Vereinbarungen Frachtkapazitäten auf neun Routen, die acht englische Häfen „in weniger störungsanfälligen Gebieten“ bedienen: Felixstowe, Harwich, Hull, Newhaven, Poole, Portsmouth, Teesport und Tilbury. Mit dem sich abzeichnenden Ende der -Übergangszeit wird befürchtet, dass es 2021 in wichtigen Häfen wie Dover und Folkestone zu Verzögerungen im Handel über den Ärmelkanal kommen könnte, heißt es abschließend.

Foto: Oliver Boehl

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