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Australien: Rinderpreise auf Rekordniveau

  • Jungrinder sind in Australien so stark gefragt wie selten zuvor. – zvg

In Australien sind Jungrinder zum Wiederaufbau der Herden oder der Mast nach der langen Dürreperiode so stark gefragt wie selten zuvor. Dies macht sich bereits seit längerem in stark steigenden Preisen bemerkbar.

Der massgebliche Preisindex des Eastern Young Cattle Indicator (EYCI) für jüngere Rinder ab 200 kg ist letzte Woche auf einen historischen Höchststand von 9,52 A$ (6,46 CHF), bezogen auf das Kilogramm Schlachtgewicht, geklettert.

Knapp verfügbare Tieren

Damit ist dieser Preisindikator – der die täglichen Verkaufsergebnisse aus drei östlichen Bundesstaaten für männliche und weibliche Kälber und Jährlinge zmmenfasst – innerhalb von zwölf Monaten um 26,5 % gestiegen, in zwei Jahren sogar um 85,6 %.

Ein ähnliches, aber nicht ganz so hohes Niveau wie jetzt, hat es zuletzt 1965 gegeben. Grund für das starke Interesse an den nur knapp verfügbaren Tieren sind die Niederschläge in den wichtigen australischen Viehzuchtgebieten, die eine ausreichende Futtergrundlage versprechen. Einige Analysten warnten bereits vor einem «Platzen der Preisblase», doch deutet im Moment nichts auf eine Abschwächung hin. Es gebe «zu viel Gras für zu wenige Rinder», erläuterten Experten.

Alte Bestandsstärke erst 2023

Doch bis die alte Bestandsstärke annähernd erreicht wird, dürfte es laut MLA noch mindestens bis zum Jahr 2023 dauern, so dass auch die Preise für Schlachtrinder längerfristig auf einem hohen Niveau erwartet werden. Diese liegen gegenwärtig in Australien bei schweren Bullen mit 3,92 A$/kg Lebendgewicht (2,66 CHF) oder umgerechnet auf das Schlachtgewicht bei mehr als 4.33 CHF/kg und damit über dem Niveau in der Europäischen Union.

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Quelle: schweizerbauer.ch