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Agrarische Aussenhandelsbilanz 2020 erstmals positiv

  • In der Krise konnte der Österreichische sektor im Export .9% zulegen. – zvg

Österreichische Lebensmittel sind in zahlreichen EU- und Drittländern sehr gefragt.

Die Statistik Austria hat die vorläufigen Aussenhandelsdaten für das Jahr 2020 mit positiven Entwicklungen für den - und Lebensmittelbereich veröffentlicht. Während die Exporte Österreichs 2020 insgesamt krisenbedingt um 7,5% einbrachen, konnte der sektor insgesamt ,9% zulegen und erzielte mit einem Anteil von 9% an den österreichischen Gesamtexporten einen neuen Bestwert. «Die aktuellen Exportzahlen unterstreichen die Bedeutung des handels sowohl für die österreichische Gesamt- als auch für die wirtschaft», stellt das Landwirtschaftsministerium dazu fest.

Exportzuwachs für rein landwirtschaftliche Erzeugnisse

Im Jahr 2020 wurden produkte und Lebensmittel im Wert von rund 12,77 Mrd. EURO (14.06 Mrd. Fr.) exportiert. Ein Exportzuwachs bei rein landwirtschaftlichen Erzeugnissen um 4,5% sowie ein gleichzeitiger Rückgang bei Importen in diesem Segment um 1,4% führten zu einer Abnahme der traditionell negativen Außenhandelsbilanz im sektor 05 Mio. Euro (335 Mio. Fr.) auf minus 1,91 Mrd. Euro (2.1 Mrd. Fr.). Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie legten mit einem Wert von 7,86 Mrd. Euro (8.65 Mrd. Fr.) ,5% zu und konnten ihre positive Außenhandelsbilanz auf rund 1,92 Mrd. Euro (2.11 Mrd. Fr.) ausbauen. Dieses starke Ergebnis sowie ein Stagnieren der importe – diese stiegen lediglich um 0,2% gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 12,76 Mrd. Euro (14.05 Mrd. Fr.) – führten erstmals zu einer positiven Aussenhandelsbilanz im Wert von rund 11 Mio. Euro (12.11 Mio. Fr.) im gesamten bereich.

EU-Binnenmarkt wichtigste Destination für österreichische produkte

Die Europäische Union bleibt der wichtigste Markt für österreichische produkte: Mit rund 9,29 Mrd. Euro (10.23 Mrd. Fr.) wurden 2020 rund 73% aller ischen Erzeugnisse in die EU geliefert. Das entspricht einem Anstieg von 4% gegenüber dem Vorjahr. Die restlichen 27% im Wert von rund 3,47 Mrd. Euro (3.82 Mrd. Fr.) wurden auf Drittlandmärkten abgesetzt, das entspricht einem Plus von 3,4% gegenüber 2019. Neben Deutschland (4,67 Mrd. Euro; +6,2%) zählen Italien (1,23 Mrd. Euro; +0,8%), die Niederlande (420 Mio. Euro; +14,4%), Ungarn (455 Mio. Euro; -0,2%) und Slowenien (309 Mio. Euro; -9,9%) zu den Top-Exportländern Österreichs in der Europäischen Union.

Trotz Corona-Krise legten Drittlandexporte zu

Positive Entwicklungen gab es auch bei Ausfuhren in die (1,14 Mrd. Euro; +5,2%), die (475 Mio. Euro; +9,2%), die Russische Föderation (235 Mio. Euro; +9,4%) und die Volksrepublik (192 Mio. Euro; +76,7%). exporte nach Grossbritannien, das sich mit dem Austritt aus der EU Anfang 2020 zu den Drittländern gesellt hat, haben sich 2020 negativ entwickelt: Mit 228 Mio. Euro (251 Mio. Fr.) lag der Wert um 5,8% unter jenem des Vorjahres. Grossbritannien nimmt damit Platz vier unter den wichtigsten Drittlandexportdestinationen ein.

Bestseller in der Exportstatistik bleiben neben heimischen Getränken (Energydrinks, Eistees und Limonaden mit einem Wert von über 2,45 Mrd. Euro; +3,3% gegenüber 2019) auch Milchprodukte wie Käse und Topfen (637 Mio. Euro/701 Mio. Fr., +4%), Süss- und Backwaren (599 Mio. Euro; -5%), eine Vielzahl an Lebensmittelzubereitungen (595 Mio. Euro; +10,1%) sowie Rind- und (426 Mio. beziehungsweise 379 Mio. Euro; -5,8% beziehungsweise -1,9%).

Auch österreichische Futtermittel finden sehr guten Absatz im Ausland (698 Mio. Euro; +8%). Die Weinexporte entwickelten sich 2020 sehr positiv, sie verzeichneten gegenüber 2019 ein Plus von 2,2% und erzielten einen Exportwert von 198 Mio. Euro (218 Mio. Fr.).

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Quelle: erbauer.ch