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Wie fiel Eure Futterernte aus?

  • Die Trockenheit liess die Wiesen austrocknen. – Stefan Schürmann

Der trockene Sommer wirkt sich auf Futtervorräte aus. Wer Glück hat, hat die Scheunen füllen können. Andere füttern jetzt schon das Winterfutter – oder silieren Körnermais. Wie fiel Eure Wiesen-Futter aus? Stimmt ab und diskutiert mit

Der Sommer 2022 war vor allem in den nordwestlichen und westlichen Regionen der Schweiz viel zu trocken. Das wirkte sich auf die Futterproduktion aus.

Winterreserven angebrochen

Wird das Winterfutter ausreichen? Leandra Guindy vom Ebenrain im Kanton Baselland spricht von einer angespannten Situation: «Wir hatten starke Trockenheit, braune Wiesen und Weiden.» Wer in guten Jahren eine Reserve habe anlegen können, habe nun Futter für den eigenen Betrieb, aber nicht für den Verkauf. «Viele haben ihre Winterreserven angebrochen, da kein Weiden mehr möglich war, und haben bereits Futter zugekauft», führt sie aus. Auch hätten sich einzelne Betriebe entschieden, statt Körnermais zu dreschen, den Mais zu silieren und das Futter zu verkaufen.

Der «Schweizer Bauer» weiss auch von Landwirten, die bis zu einem Viertel ihrer Herde schlachten lassen mussten. Weitere Kühe werden wohl später im Herbst wegen Futtermangels noch ausgemerzt. Etwas weniger dramatisch ist die Lage in der Ostschweiz. Hanspeter Hug vom Strickhof meint zum Kanton Zürich: «In den Regionen, wo es in normalen Jahren eher zu nass ist, waren die Futterbaubedingungen ideal. In den übrigen Regionen war es deutlich zu trocken, es fehlen ein bis zwei Schnitte.»

In Ostschweiz genügend Futter

Viele Grasnarben seien total ausgedorrt und würden sich nun erholen. Hier werde es auch keine grossen Herbsterträge mehr geben. «Wenn die Grasnarbe nicht ausgebrannt wurde, kann noch mit guten Herbsterträgen gerechnet werden», sagt Hug.

Im Kanton St. Gallen sei – mit regionalen Unterschieden – meist genügend Futter vorhanden, weiss Berater Bruno Nabulon: «Die Wiesenerträge sind allerdings gesamthaft eher etwas unter dem Niveau des letzten Jahres. Und der Energiegehalt des trocken gewachsenen Futters ist etwas tiefer.» Das bestätigt Hug: «Die Gehalte bei unseren Futterbauversuchen waren während der ganzen Saison im Vergleich zum letzten Jahr sehr tief. Es fehlt durchs Band ein halbes MJ NEL. Auch aus der Praxis wurde mir der tiefere Gehalt bestätigt, es wurde von 1 bis 2kg weniger Milch pro Kuh und Tag gesprochen.»

Futterengpässe dürften vor allem silofreie Betriebe betreffen.
Christoph Lutz

Probleme für silofreie Betriebe

Jonas Salzmann von Futterhersteller UFA hat ebenfalls Analyseresultate: «Der zweite Schnitt war in den frühen Regionen gut, in späteren und trockenen Regionen bereits eher unterdurchschnittlich. Ab Juni sind die Unterschiede enorm.» Der dritte und vierte Schnitt sei in weiten Teilen der Schweiz der Trockenheit zum Opfer gefallen: «Dieses Loch auf dem Heustock und bei der Grassilage macht sich auf vielen Betrieben bemerkbar. Die Wintervorräte mussten teilweise bereits im Sommer angebrochen werden.»

Hug vermutet: «Futterengpässe gibt es am ehesten auf silofreien Betrieben. Die anderen werden mit Silomais kompensieren, dieser Mais geht dann zulasten der Körnermaisproduktion.»

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  • Die Trockenheit im Sommer wirkte sich auf den Futterertrag aus. Wegen dem fehlenden Nass gab teilweise sehr niedrige Erträge. Wie wa

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Quelle: schweizerbauer.ch