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Viehzüchter warten noch immer auf Hilfsgelder

  • Die damals von Giuseppe Conte geführte italienische Regierung hatte ein Hilfspaket über 90 Mio Euro zugunsten der Tierzüchter verabschiedet, da der monatelange Lockdown auch schwerwiegende Konsequenzen für die Branche hatte. – pixabay

Die Tierhalter in Italien warten noch immer auf die Auszahlung der bereits im Juli vergangenen Jahres zum Ausgleich für coronabedingte Erlöseinbussen beschlossenen Hilfsgelder. 

Die damals von Giuseppe Conte geführte italienische Regierung hatte ein Hilfspaket über 90 Mio Euro zugunsten der Tierzüchter verabschiedet, da der monatelange Lockdown auch schwerwiegende Konsequenzen für die Branche hatte.

Der Vorsitzende der branchenübergreifenden Organisation Intercarneitalia (OI), Alessandro De Rocco, wandte sich nun direkt an Ministerpräsident Mario Draghi. Dieser Schritt sei notwendig geworden, da sowohl das sministerium als auch die diesem untergeordnete Agentur für Auszahlungen an die (AGEA) nie auf die zahlreichen Aufforderungen von OI geantwortet habe, erklärte De Rocco vergangene Woche in Rom.

Unbeantwortet seien auch die Ende März beziehungsweise Anfang Juni dieses Jahres an sminister Stefano Patuanelli und an AGEA Direktor Papa Pagliardini verschickten Schreiben geblieben, in denen um eine umgehende Lösung des Problems gebeten worden sei. „Einmal abgesehen von dem Benehmen, das zu wünschen übrig lässt, sind die Verzögerungen von AGEA absolut inakzeptabel“, so der OI-Vorsitzende.

Das Geld stehe nämlich seit Dezember 2020 zur Verfügung. Die Agentur scheint jedoch nicht in der Lage zu sein, die für die Auszahlung erforderlichen Richtlinien festzulegen und die Software dafür zu entwickeln. Außerdem sei es unbegreiflich, warum die Büros von AGEA noch immer geschlossen seien, „während ganz Italien wieder am Arbeitsplatz ist“. De Rocco wies darauf hin, dass die Schweineschlachtungen 2020 um 3,6 % und die Rinderschlachtungen um 1,3 % gesunken seien.

Die Produktionswerte dieser Sparten hätten sich um 7,7 % beziehungsweise 3,9 % verringert. In Anbetracht dieser Zahlen wäre es umso wichtiger gewesen, die Hilfsgelder so schnell wie möglich an die betroffenen Betriebe auszuzahlen. 

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Quelle: schweizerbauer.ch