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SBLV: Ergebnisse sind zu relativieren

  • Beim Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband SBLV erhalten rund 58’000 Bäuerinnen und Landfrauen eine Stimme. 28 Sektionen in allen Kantonen und Sprachregionen setzen sich seit 1932 aktiv für die Anliegen und Rechte von Frauen und Familien im ländlichen Raum ein. – sblv

Am Dienstag wurden die Zahlen zum lichen Einkommen 2020 und 2021 veröffentlicht. Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) betont die Wichtigkeit einer eingehenden Analyse.

«Für das Jahr 2020 steigt das durchschnittliche liche Einkommen im Vergleich zu 2019 um 6,7%. Das ist eine gute Nachricht, aber sie verdient eine eingehende Analyse der Faktoren und einen Ausblick auf die Ergebnisse 2021», schreibt der SBLV in einer Mitteilung. Die Schweizer dürfte 2021 eine Bruttowertschöpfung von 4,1 Milliarden Franken generieren, das sind 6,6% weniger als im Vorjahr. 

Verzerrung der Darstellung

Das durchschnittliche liche Einkommen sei immer noch deutlich tiefer als das Durchschnittseinkommen vergleichbarer Sektoren, so der SBLV. Zudem steige der Anteil des externen Einkommens.

Für die Ermittlung des Mittelflusses und der Liquidität der Schweizer sbetriebe sowie des Gesamteinkommens der Bauernfamilien werde weiterhin das ausserliche Einkommen, einschliesslich desjenigen der Lebenspartnerin, einbezogen. Es stelle sich die Frage, ob diese Methode nicht zu einer Verzerrung der Darstellung der finanziellen Situation der Schweizer führe und ob sie noch zeitgemäss sei, so der SBLV.

Fehlende Transparenz

Sicher sei, dass diese Praxis nicht helfe, Klarheit über den Arbeits- und Finanzbeitrag der Ehegatten, insbesondere der Bäuerinnen, für den Fortbestand und die Entwicklung des lichen Betriebes zu schaffen. Der Arbeitsverdienst steige deshalb, weil die Anzahl der beteiligten Familienarbeitskräfte abnehme. «Die Arbeitsbelastung verteilt sich somit auf eine geringere Anzahl von Familienmitgliedern. Eine Auswirkung, die nicht gemessen wird, aber negative Folgen haben kann», warnt der Verband.

Für den SBLV ist klar: Solange die Transparenz und die bessere Verteilung der Margen der in der Schweiz produzierten Lebensmittel nicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewährleistet sind, wird es schwierig sein, für die Bauernfamilien die Nachhaltigkeit in allen drei Aspekten sozial, ökonomisch und ökologisch zu garantieren. «Der grösste Teil des Mehrwerts bleibt in den Zwischenstufen stecken», heisst es weiter.

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Quelle: schweizerbauer.ch