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«Pferd statt Maschine bei Holzernte»

  • Pferde transportierten Stämme behutsam über den Boden, sagte Elmar Stertenbrink. – Anja Tschannen

Dem deutschen Wald schadet neben Extremwetter und Schädlingsbefall auch die intensive Bewirtschaftung mit schweren Maschinen. Das hat zumindest der Vorsitzende der bundesweiten Interessengemeinschaft Zugpferde, Forstwirt Elmar Stertenbrink, jetzt in einem Gastvortrag an der Fachhochschule Südwestfalen gesagt.

Trotz breiter Bereifung verdichteten die Holzernte- und -transportmaschinen den Waldboden. In der Folge könne dieser weniger Wasser speichern, was die Vegetation anfälliger für Hitzeschäden mache.

Ausserdem behinderten die von einer fahrenden Forstmaschine ausgehenden physikalischmechanischen Kräfte die Arbeit von Mikroorganismen, die für den Ab- und Umbau von organischer Substanz eine wichtige Rolle spielten. «Das geht auch schonender», erklärte Stertenbrink und empfahl den Einsatz von Pferden bei der Holzernte.

Anders als Forstmaschinen brächten diese ihre Kraft behutsam auf den Boden auf. Keine Maschine könne Baumstämme so schonend durch den Wald bewegen wie ein Pferd. Und auch die Effizienz der Holzernte müsse nicht unter dem Einsatz der Tiere leiden.

Ein Pferd könne pro Tag bis zu 40 m3 Holz an eine Rückegasse transportieren. Das entspreche etwa zwei Lastkraftwagenladungen. Natürlich dürfe der Einsatz nur stattfinden, wenn Tierschutz und im Auge behalten würden, unterstrich Stertenbrink. In der Bevölkerung sieht er ein wachsendes Bewusstsein für eine nachhaltige und ökologische Holzernte. Konsumenten seien bereit, mehr für Produkte zu zahlen, die per Pferd geerntet worden seien.

Die Fachhochschule Südwestfalen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Förderung der Waldbearbeitung mit Rückepferden von der aktuellen im Koalitionsvertrag verankert worden sei.

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Quelle: schweizerbauer.ch