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Neues Agrarvisum soll Farmern helfen

  • Der Arbeitskräftemangel in Australien soll durch ein neues Visum gelindert werden. – pixabay

Die Corona-Pandemie hat aufgrund der Einreisebeschränkungen in Australien den Arbeitskräftemangel in der Land- und Ernährungswirtschaft zu einem ernsthaften Problem werden lassen. Die Regierung hat nun angekündigt, dass Ende September ein spezielles Agrarvisum eingeführt wird, mit dem Arbeitskräfte ins Land gelockt werden sollen.

Das Agrarvisum wird auf den bestehenden Programmen für Saisonarbeiter und Arbeitskräfte aus dem pazifischen Raum aufbauen, erlaubt mehrjährige Aufenthalte und gilt für die Sektoren einschliesslich Fleischverarbeitung und Packstationen, und Forstwirtschaft.

Die Regierung hofft, dass sich bis März 2022 die Zahl der pazifischen Arbeiter auf mehr als 24’000 verdoppeln wird. Diese Kräfte würden von der Industrie sehr geschätzt und seien für Australiens Gartenbau- und Fleischverarbeitungssektor von entscheidender Bedeutung, so die Regierung am Montag voriger Woche  in Canberra.

Arbeitskräfte die es braucht

«Das svisum liefert das, wonach so viele Farmer gerufen haben», erklärte sminister David Littleproud. Es werde dem ländlichen Australien die Arbeitskräfte geben, die es braucht, um die Produkte auf den Teller oder in die Exportmärkte zu bringen. «Dies ist ein entscheidender Strukturwandel. Das Agrarvisum gibt unseren Landwirten das Vertrauen, anbauen zu können und zu wissen, dass sie die auch in die Vermarktungskette geben können», so der Minister.

Als «monumentale Veränderung» begrüsste der nationale Bauernverband (NFF) die Pläne der Regierung. «Dies ist ein wichtiger Schritt zur Lösung der anhaltenden Personalkrise des Agrarsektors mit einem massgeschneiderten Visum, das den vielfältigen Qualifikationsanforderungen der Branche gerecht wird», erklärte NFF-Präsidentin Fiona Simson.

Rekrutierungsmöglichkeiten werden erweitert

Das Agrarvisum werde die Rekrutierungsmöglichkeiten für eine unbegrenzte Anzahl von gering bis hochqualifizierten Arbeitskräften aus den ASEAN-Ländern erweitern. Politische Beobachter in Australien warnten allerdings vor zu viel Euphorie. Die Visaabkommen müssten erst mit Partnerstaaten bilateral ausgehandelt werden; es sei nicht klar, welche Länder teilnehmen würden und wie viele Arbeiter wann eintreffen würden.

Die Regierung selbst räumte ein, dass fehlende Quarantäneplätze nach wie vor das grösste Hindernis für Arbeitskräfte aus Übersee seien. Sie wolle jetzt eng mit den zuständigen Bundesstaaten zusammenarbeiten, um den Mitarbeiterbedarf in allen Sektoren decken zu können.

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Quelle: schweizerbauer.ch