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Neuer Blog: Vom Traktor in den Hörsaal

  • Dominic Spahr studiert an der Hafl Agronomie und berichtet regelmässig aus seinem Alltag. – zvg

Dominic Spahr (30) ist und stellt sich neu der Herausforderung eines Agronomiestudiums. Alle zwei Wochen berichtet er, was er an der Hafl erlebt und was sonst so in seinem Leben passiert. In diesem Eintrag gibt uns Dominic einen Einblick in seinen Alltag zwischen Job und Studium.

Als ich vor sechs Jahren meine Lehre zum abschloss, hätte ich nicht gedacht, dass ich gut ein halbes Jahrzehnt später, oder überhaupt irgendwann, noch dem Studentendasein frönen würde. Und siehe da: Irgendwie ist es doch passiert.

Arbeiten bei Anliker

Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich nicht wirklich das «klassische» Studentenleben führe, da ich das Studium nur Teilzeit absolviere und erlebe. Sprich, ich konnte mir zu Beginn des Semesters den Stundenplan selbst zusammenstellen, wobei ich ziemlich frei auswählen konnte, welche Fächer ich besuchen will und welche nicht. Natürlich werde ich die gestrichenen Fächer eines Tages nachholen müssen, aber darum kümmere ich mich, wenn es so weit ist.

Ich arbeite neben der Schule 50 Prozent in der Buchhaltung bei Anliker AG in Fraubrunnen BE. Die Arbeit ist interessant und lehrreich und ich kann dank grosszügiger Flexibilität seitens Arbeitgeber die Arbeitszeiten so einteilen, dass es mit dem Studium funktioniert, was bis jetzt ziemlich gut aufgegangen ist, wie ich zu behaupten wage.

Nenben dem Studium arbeitet Dominic Spahr bei einer -Vertretung in Fraubrunnen BE.
BIld: zvg

Fernunterricht oder Videospiele?

Der Schulalltag hat sich allmählich in meinem Leben eingenistet und es sich dort gemütlich gemacht. Ich weiss mittlerweile, wann ich wo sein muss, ohne alle Dreiviertelstunden auf den Stundenplan zu schielen. Ausserdem bekomme ich allmählich eine Art Routine darin, mir die Zeit einzuteilen und die wenigen freien Stunden sinnvoll zu nutzen.

Auch die Schule musste, aus demselben Grund, aus dem wir bald alle das griechische Alphabet auswendig können, Massnahmen ergreifen. Glücklicherweise kann der Unterricht aber noch immer vor Ort stattfinden. Dafür bin ich sehr dankbar denn meine bisherigen Erfahrungen mit Unterricht von Zuhause aus, lassen sich mit folgendem Satz recht gut zusammenfassen: «Leute, wenn ihr die ganze Zeit Fragen in den Chat schreibt, kann ich mich voll schlecht auf mein Videospiel konzentrieren.»

Ordentlich gefaltete Wäsche

Ich kann es mir nicht genau erklären, aber ich kann mich saumässig schlecht auf die eher unpersönliche Stimme, die aus dem Computer ertönt, konzentrieren und die Verlockung, das lehrreiche Geschehen links liegen zu lassen und etwas anderes zu tun, steigt exponentiell an, wenn ich mir nicht enorm Mühe gebe. Einmal habe ich mich sogar dabei erwischt, wie ich meine Wäsche ordentlich gefaltet und versorgt habe.

Deshalb hoffe ich, dass wir den Präsenzunterricht beibehalten können, denn ich bin nach wie vor an der Materie interessiert und fürs Lernen motiviert. Wie es dabei weitergeht, werde ich euch gerne berichten.

Bis dahin macht es gut, genniesst die Weihnachtszeit und häbet Sorg.

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Quelle: schweizerbauer.ch