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Import von 1500 t Butter vom Bund bewilligt

  • Das Bundesamt für BLW hat am 16. Februar entschieden, das Butterzollkontingent auf Antrag der Branchenorganisation Milch für das Jahr 2021 um 1’500 Tonnen zu erhöhen.  – Olivier Ruprecht

Die Branche befürchtet einen Buttermangel. Deshalb hat die Branchenorganisation Milch ein Gesuch für die Erhöhung des Butterzollkontingents eingereicht. Das Bundesamt für (BLW) hat nun entschieden, das Kontingent für 2021 zu erhöhen. Weitere Tranchen könnten folgen.

Die seit 2020 bestehende hohe Nachfrage nach Milchprodukten habe zu einer Knappheit an Butter auf dem Schweizer Markt geführt, schreibt das BLW am Dienstag in einem Communiqué. Mit der zusätzlichen Importmenge von 1’500 Tonnen soll die Versorgung bis mindestens in den Herbst sichergestellt werden.

2020: 6000 Tonnen importiert

Anfang 2020 hat sich der Buttermangel akzentuiert. Als Hauptgrund für die tiefe Butterproduktion machte die Branchenorganisation Butter (BOB) die Käseproduktion verantwortlich. Zusätzliche Milchmengen aus dem Industriebereich seien in die Käseherstellung fliessen, teilte die BOB Ende März mit. 

In der Folge wurden von der BOM mehrere Importgesuche gestellt. Im April einigte man sich auf 1000 t, im Juli auf 1800 t und im Oktober und November auf die Einfuhr von 2000 t Butter. Zusammen mit Einfuhren aus anderen Importgeschäften wurden 2020 insgesamt rund 6000 t Butter importiert. 

Schweizer Angebot zu klein

Zurückgeführt wurden die Importe auf den ungenügenden Lageraufbau mit einheimischer Butter, weil aufgrund  der bundesrätlichen Massnahmen wegen der Corona-Pandemie mehr konsumiert wurde. Die Bevölkerung verpflegte sich mehr zuhause, zudem blieb der Einkaufstourismus wegen geschlossener Grenze zeitweise aus.

Diese Situation werde auch 2021 noch anhalten, schreibt das BLW. «Das inländische Angebot an Butter wird auch im laufenden Jahr voraussichtlich zu klein sein, um die Nachfrage zu decken», heisst es weiter. Zudem geht die Branche davon aus, dass ein Grossteil der leicht steigenden Milchproduktion weiterhin zu Käse verarbeitet wird, weil die Wertschöpfung in der Käseproduktion grösser ist als in der Produktion von Butter und Magermilchprodukten.

Bedarf von 2 Wochen

Gemäss der Branche soll inländische Butter erst im Spätsommer 2021 zur Mangelware werden. «Die Importfreigabe soll jedoch bereits wesentlich früher erfolgen, um dem Handel und den Verarbeitungsbetrieben die Umstellung auf Importbutter zu erleichtern», hält das BLW fest.

Das Teilzollkontingent wird umgehend zur Versteigerung ausgeschrieben. Geplant ist,  ab Anfang März 2021 zu importieren. «Die Importmenge ist im Vergleich zum Verbrauch relativ gering: Rechnet man mit einem Jahresverbrauch von 40’000 Tonnen Butter, reichen die 1’500 Tonnen für den Bedarf von weniger als zwei Wochen», heisst es weiter.

Folgende weitere Gesuche?

Doch die Branche geht wohl nicht davon aus, dass es bei den 1500 Tonnen bleiben wird. Die von BO Butter hat die BO Milch eingesetzte Kommission will in 2 bis 3 Monaten die Situation neu analysieren. «Möglich sind weitere Gesuche um Erhöhung des Teilzollkontingents Butter, falls die Situation auf dem weiterhin angespannt bleibt», schreibt das BLW. 

Gemäss der Kommission hat das frühe Importgesuch den Vorteil, die Importbutter möglichst über das ganze Jahr verteilt ausserhalb «der starken Schweizer Marke «Die Butter» im Handel zu platzieren.»

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Quelle: schweizerbauer.ch