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Ehemalige Moorgebiete sollen wieder hergestellt werden

  • Moore und Riede müssen gepflegt werden – dies bietet auch weiterhin Einkommensmöglichkeiten für .  – ALN ZH

Das Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich hat 1’300 Hektaren ehemalige Moorgebiete ermittelt, die das grösste Potential haben, um als Feuchtgebiete wiederhergestellt zu werden. Der Zürcher Bauernverband spricht sich für die Pläne aus, Umweltverbänden geht es zu langsam und ist es zu wenig konkret.

Gesamtschweizerisch sind 7 Prozent Biodiversitätsförderflächen gefordert – der Kanton Zürich weist rund 15 Prozent Biodiversitätsförderflächen auf und ist laut Keystone-sda mit 1800 Hektaren Moorfläche auch einer der moorreichsten Kantone im Mittelland.

Allerdings entspricht die noch vorhandene Moorfläche nur noch zirka 10 Prozent der früheren Flächen. Das Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich will deshalb, dass ein Teil der einst zu landwirtschaftlichen Zwecken entwässerten Feuchtgebiete wieder in den früheren Zustand gebracht werden.

Betriebe erhalten keine mehr

Landwirtschaftsbetriebe erhalten so in Zukunft auf Land, welches neu als Moorergänzungsfläche gilt, keine kantonalen mehr für die Sanierung von Drainagen und für das Aufbringen von fruchtbarem Boden auf diesen Flächen wird keine Bewilligung mehr erteilt.

Trotzdem unterstützt der Zürcher Bauernverband die Pläne des Kantons: Die Eigentümer seien von Anfang an beteiligt und die Möglichkeit und die Freiwilligkeit seien gegeben, an einem Vernässungsprojekt oder einem Vernetzungsprojekt teilzunehmen, schreibt der Zürcher Bauernverband. So soll es betroffenen n freistehen, die Flächen weiterhin zu nutzen wie bisher.

Biodiversitätsförderflächen als Alternative

Alternativ können sie aber auch Biodiversitätsflächen anlegen und sich für den Ertragsverlust entschädigen lassen. Weiter biete das vorgestellte Projekt eine gute Gelegenheit, Qualität vor Quantität zu fördern. Eine faire und transparente Interessenabwägung sei aber Voraussetzung, dass geeignete Flächen zu Feuchtgebiete würden und ungeeignete Flächen wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden könnten, teilt der Zürcher Bauernverband weiter mit.

Weniger zufrieden äussern sich laut Keystone-sda die Umweltschutzverbände Pro Natura, WWF Zürich und BirdLife Zürich. In einer gemeinsamen Mitteilung kritisieren die Organisationen, dass es ein Vierteljahrhundert gedauert habe, bis nur schon die Flächen definiert wurden, die wieder zu Feuchtgebieten werden sollen – ein Realisierungsplan fehle heute aber weiterhin.

Die Umweltverbände fordern deshalb, dass der Zürcher Regierungsrat innerhalb eines Jahres nun auch einen Umsetzungsplan vorlegt.

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Quelle: schweizerbauer.ch