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Druck auf Weizenpreise zur Wochenmitte nach vorübergehender Stabilisierung

Zur Wochenmitte sind die Weizenpreise erneut gefallen, nachdem sie zu Beginn der Woche noch eine gewisse Stabilität verzeichnen konnten. An der Euronext sank der Preis für den Frontmonat September 2024 am Mittwoch wieder unter die Schwelle von 200 Euro und schloss bei 199,25 Euro pro Tonne. Der Kontrakt für Dezember 2024 verzeichnete einen etwas höheren Preis mit einem Plus von 12 Euro. An der Chicago Board of Trade (CBoT) endete der September 2024-Kontrakt bei 5,20 US-Dollar pro Bushel (entsprechend 171,80 Euro pro Tonne), was sich der Marke eines Vierjahrestiefs nähert. Zu den Gründen für den Preisrückgang gehören gescheiterte Importaufträge aus Ägypten sowie eine sinkende Nachfrage aus China, die die Preise belasten.

Die Ölsaatenmärkte zeigten sich in der bisherigen Woche etwas robuster. Der Rapspreis für den Frontmonat November 2024 an der Euronext stieg am Mittwochabend auf 457,25 Euro pro Tonne. Der Preis für September 2024-Sojabohnen an der CBoT erholte sich auf 9,63 US-Dollar pro Bushel (318,32 Euro pro Tonne). Der im Vergleich zum Euro schwache US-Dollar macht amerikanische Waren wettbewerbsfähiger und führte in Verbindung mit dem niedrigen Preisniveau zu verstärkten Käufen aus China. Trotz der bevorzugten Importe aus Brasilien konnten die USA im Juli deutlich mehr Sojabohnen nach China verkaufen als im Vorjahresmonat.

Die Maispreise verzeichneten im Verlauf der Woche wenig Bewegung und blieben auf einem niedrigen Niveau. Der Frontmonat September 2024 an der CBoT pendelte um 3,76 US-Dollar pro Bushel (132,99 Euro pro Tonne) und nähert sich damit ebenfalls einem Vierjahrestief. An der Euronext schloss der November 2024-Kontrakt am Mittwoch bei 194,25 Euro pro Tonne. Überdurchschnittliche Ertragsprognosen aus der ProFarmers Tour in den USA drückten auf die Stimmung am Markt, wobei weder die robuste US-Ethanolproduktion noch die soliden US-Exporte wesentliche positive Impulse setzen konnten.

Die Kartoffel-Futures zeigten sich unverändert zur Vorwoche. Der Termin für die Ernte im November 2024 lag konstant bei 17 Euro pro Dezitonne, während die maßgeblichen Termine für April 2025 und April 2026 nahe 29 Euro pro Dezitonne notierten. Trotz der aktuell schwachen Tagespreise am Kassamarkt gibt es Erwartungen einer möglichen Preisverbesserung im kommenden Frühjahr.

Bei den Milchprodukten an der Europäischen Energiebörse (EEX) setzte sich Butter weiterhin deutlich durch. Der Kontrakt für September 2024 schloss am Mittwoch bei 7.700 Euro pro Tonne, was über dem Höchststand aus dem Frühjahr 2022 liegt. Magermilchpulver zeigte nur einen leichten Anstieg von seinem niedrigen Niveau und schloss bei 2.487 Euro pro Tonne. Als Reaktion auf EU-Importzölle auf chinesische Elektroautos leitete China zur Wochenmitte Antisubventionsuntersuchungen gegen Milchimporte aus der EU ein.

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