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Die Nischenkreuzung

  • Nische, aber einst überlebenswichtig: Chourave oder Bodenkohlrabi. – pixabay

Was geschieht, wenn aus Zufall Kohlrabi und Herbstrübe gekreuzt werden? Es entsteht Bodenkohlrabi. Das Gemüse ist in der eine Nische.

Manchmal braucht es Geduld: Den Bodenkohlrabi gibt es wegen seiner geringen Bekanntheit nicht überall zu kaufen, am ehesten finden ihn Konsumentinnen und Konsumenten auf dem Wochenmarkt. Früher war der Bodenkohlrabi – auch Steckrübe und in der Chourave genannt – deutlich verbreiteter.

Die grösste Bedeutung hatte er vor allem während des 1. Weltkrieges, wo er als Kartoffelersatz und – je nach Sorte – zur Tierfütterung diente. In die Geschichte eingegangen ist der sogenannte Steckrübenwinter 1916, als in Deutschland eine Hungersnot herrschte. Damals wurden unzählige Gerichte aus Bodenkohlrabi gekocht – vom Pudding über die Suppe bis zu Marmelade.

Bodenkohlrabi ist hart im Nehmen, er übersteht auch bis zu minus 10 Grad Celsius. Zudem ist er ein anspruchsloses Gemüse und gedeiht praktisch in allen Böden. Auch ist er gut lagerfähig, was ihn zu einem interessanten Gemüse für Heimgärtner macht.

Beim Kochen erhält die gelbfleischige Rübe einen aromatisch-süsslichen Geschmack. Er kann für Eintöpfe oder Suppen verwendet oder als Salat serviert werden. Wieso als nicht als Gemüse-Alternative mal zum Bodenkohlrabi greifen? Saison hat die Rübe in der von Juli bis April.

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Quelle: erbauer.ch