Anzeige
 

Dem Storch auf die Sprünge helfen

  • Weissstörche sind etwa 80 bis 100 cm lang und haben eine Flügelspannweite von rund 200 bis 220 cm. Sie ernähren sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Froschlurchen, Mäusen, Ratten, Fischen, Eidechsen, Schlangen sowie von Aas. Der Weissstorch, der ein Alter von über 35 Jahren erreichen kann, nistet auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden und Strommasten. – Adina Voicu

Obwohl sich der Weissstorch in den letzten Jahren in der vermehrt hat, brütet er in der Romandie nur sehr lokal. Mit der Installation von zwei neuen Nistplattformen am südlichen Ufer des Neuenburgersees will BirdLife «Adebar» auf die Sprünge helfen.

Die Vogelschutzorganisation wählte das Dach des Bauernhofs neben ihrem Naturzentrum in La Sauge in der Hoffnung, dass der Weissstorch auch die Region von Cudrefin und Vully zwischen den Kantonen Waadt und Freiburg besiedeln wird, wie Vertreter von BirdLife am Mittwoch vor den Medien ausführten.

Ausgestorben und wieder angesiedelt

Der Zugvogel verschwand 1950 aus der . Einst im Mittelland verbreitet, hat die Art stark unter dem Verlust des Lebensraums und einer Verschlechterung der Lebensbedingungen gelitten. Die Verdrängung von Feuchtwiesen durch und die Trockenlegung von Sümpfen waren der Todesstoss für viele Storchenpopulationen. Kollisionen mit Stromleitungen sind eine weitere Ursache für Todesfälle, wie Birdlife erklärt.

In den vergangenen Jahrzehnten ergriffen Naturschützer in Zusammenarbeit mit den Behörden gezielt Massnahmen für den Watvogel, der seit der Antike als Botschafter der Fruchtbarkeit gilt. Nach der Wiederansiedlung im solothurnischen Altreu 1948 stieg der Bestand der Störche wieder an und erreichte 2020 landesweit fast 680 Paare.

Schutz hat Priorität

In der West ist die Kolonie von Avenches VD mit 43 Paaren und 73 flügge gewordene Störchen im Jahr 2020 die grösste. Daneben gibt es noch eine grössere Population in der der Ajoie JU.

Der Weissstorch steht auf der Liste der 50 Vogelarten, deren Schutz in der Priorität hat. Dies geht aus dem Programm hervor, das BirdLife und die erische Vogelwarte mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) entwickelt haben. Auf der Roten Liste befindet sich die Art in der Kategorie «verletzlich».

The post Dem Storch auf die Sprünge helfen appeared first on er Bauer.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: erbauer.ch