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Chauffeure lancieren Initiative für Versorgungssicherheit

  • Mit der Initiative wollen die Chauffeure die Arbeitsbedingungen verbessern. – Michael Knoll

Die Lastwagenfahrerinnen und Lastwagenfahrer planen eine Volksinitiative. Kernanliegen ist die «Sicherstellung der Versorgung» von Bevölkerung und Wirtschaft, wie der «SonntagsBlick» berichtet.

«Die Pandemie hat gezeigt, dass Chauffeure systemrelevant und notwendig sind, damit die funktioniert», sagte David Piras, Generalsekretär der Lastwagenvereinigung Les Routiers Suisses, im «SonntagsBlick». Dazu müsse der Bund für «eine genügende Anzahl angemessen aus gebildeter Chauffeure» sorgen.

Gemäss Piras soll die Initiative im Januar bei der Bundeskanzlei eingereicht werden. Gefordert wird etwa, dass Arbeitsbedingungen und Entlöhnung von Chauffeuren in Zukunft «vergleichbar mit anderen handwerklichen Berufen» sein müssen. Zudem erheben sie Anspruch auf einen verbindlichen Mindestlohn.

Ein zentrales Anliegen ist auch der Schutz vor billiger Konkurrenz aus dem Ausland. Sie verlangen, dass Chauffeure, die innerhalb der Transporte durchführen, in der oder im grenznahen Ausland leben und wohnen müssen. «Damit soll das Lohndumping mit osteuropäischen Fahrern endlich ein Ende haben», erklärt Piras.

Verboten werde sollen auch Inlandtransporte, die mit im Ausland immatrikulierten Fahrzeugen durchgeführt werden. Das sei heute bereits verboten, werden aber selten geahndet, sagt Pires. Auch die Weiter- und Ausbildung soll gefördert werden. Insbesondere die Themen Verkehrssicherheit, Umweltschutz, schonenden Umgang mit Ressourcen und Verantwortungsbewusstsein.

Auslöser für die Initiative für Versorgungssicherheit ist, dass der Nutzfahrzeugverband Astag die Anliegen der Chauffeure seit Jahren ignoriert. «Und da wir parteipolitisch neutral sind und unsere Anliegen den Parteien nicht wirklich wichtig sind, sehen wir keinen anderen Weg als eine Volksinitiative», so Pires weiter.

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Quelle: erbauer.ch