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Berner Bauerndorf ist neu freiburgisch

  • Clavaleyres war bis Ende 2021 eine deutschsprachige bernische Exklave im offiziell französischsprachigem Gebiet der Kantone Freiburg und Waadt. – Dietrich Michael Weidmann, CC BY-SA 3.0

Der Kanton Freiburg ist zum Jahreswechsel um einen Quadratkilometer grösser geworden. Neu gehört zu ihm die bislang bernische Kleinstgemeinde Clavaleyres mit ihren 50 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Clavaleyres ist nun Teil der Gemeinde Murten FR. Damit endet ein langjähriger Prozess, der – anders als etwa Moutiers geplanter Wechsel vom Kanton Bern zum Kanton Jura – keine grossen Wellen warf.

500 Jahre beim Kanton Bern

Der Weiler Clavaleyres liegt oberhalb des Murtensees. Rund 500 Jahre lang gehörte er zum Kanton Bern, mit einem kurzen Unterbruch nach dem Einmarsch der Franzosen um 1800.

Napoleon hatte die beiden Orte Münchenwiler und Clavaleyres zusammen mit dem umgebenden Murtenbiet dem Kanton Freiburg zugeschlagen. Doch schon 1807 wurden die beiden Gemeinden wieder in den Kanton Bern integriert.

Münchenwiler wollte nicht

Als bernische Exklave mit Grenzen zu den Kantonen Freiburg und Waadt kämpfte Clavaleyres in den letzten Jahren mit verschiedenen Problemen. Wie anderen Kleinstgemeinden fiel es Clavaleyres zunehmend schwer, die Aufgaben einer Gemeinde von Feuerwehr über Sozialdienst bis zum Schulunterricht zu erfüllen.

Zweimal scheiterte der Versuch einer Fusion mit Münchenwiler. Erfolgreich verliefen dagegen die Gespräche mit der Stadt Murten.

Im Herbst 2018 sprachen sich die Stimmberechtigten von Clavaleyres für den Wechsel zum Kanton Freiburg aus. Im Februar 2020 sagte auch der Souverän der Kantone Bern und Freiburg Ja zum Vorhaben. Die Bundesversammlung genehmigte das Projekt im Dezember 2020.

77 Prozent arbeiten in

Die Gemeinde Clavaleyres mit ihren 50 Bewohnerinnen und Bewohnern ist Teil des Bezirks Bern-Mittelland. Ihre Fläche von nur einem Quadratkilometer ist ganz vom Freiburger Seebezirk umschlossen. Die deutschsprachige Kleinstgemeinde ist bereits heute auf Murten ausgerichtet und arbeitet mit dem Städtchen etwa bei Feuerwehr und Schule zusammen. Fusionsversuche mit bernischen Gemeinden scheiterten. 20 der 26 Beschäftigen der Gemeinde arbeiten noch in der . Das sind knapp 77 Prozent. Rund 80 der 100 ha Gemeindefläche werden lich genutzt. blu

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Quelle: schweizerbauer.ch