Anzeige
 

Bern: Wolf wird vergrämt

  • Der Wolf zeigt wenig Scheu vor Menschen. (Symbolbild) – zvg

Südlich der Stadt Bern ist seit Anfang Oktober ein Wolf unterwegs. Das Raubtier hat seither 17 Schafe gerissen und mehrere Tiere verletzt. Nun soll der Wolf vergrämt werden.

Im Gantrisch-Gebiet sorgt ein Wolf für rote Köpfe. Am 11. Oktober wurden Toffen drei tote Schafe gefunden. Ein Tier musste getötet werden.

Nicht alle Tiere geschützt

8 Tage später wurden im nur wenige Kilometer von Toffen entfernten Rüeggisberg Risse festgestellt. Am Abend des 19. Oktobers wurde ein schwer verletztes Schaf vorgefunden. Dieses musste getötet werden. Am Morgen des 20. Oktober wurden auf dem Gemeindegebiet, in der Ortschaft Helgisried, zwei tote Schafe und ein verletztes Tier entdeckt.

Am 22. Oktober wurde in Rüschegg ein gerissenes Schaf auf einer ungeschützten Weide entdeckt. In der Nacht auf den 24. Oktober wurde schliesslich in Riggisberg ein schwer verletztes Tier gefunden. Auch dieses musste getötet werden. Die letzten Risse ereigneten sich gemäss einer Mitteilung des Kantons Bern in der Nacht auf den 4. November in Niedermuhlern.

Verursacher ist Wolf

Insgesamt hat der Wolf in den vergangenen Woche 17 Schafe gerissen und mehrere Tiere verletzt. Aufgrund der Vorgehensweise geht das Jagdinspektorat gemäss Mitteilung «klar von einem Wolf als Verursacher aus.» Dabei dürfte es sich um ein Einzeltier handeln. Für ein Rudel gebe es kein Anzeichen.

Weil der Wolf nebst den Nutztierrissen keine Scheu vor Menschen zeigt und diese nicht als Bedrohung wahrnimmt, soll der Wolf bei nächster Gelegenheit vergrämt werden. Bei der Vergrämung eines Wolfes wird auf diesen direkt eingewirkt, um somit eine Verhaltensänderung zu erwirken.

Kein Abschuss erteilt

Mit dieser Massnahme erhofft sich der Kanton, dass der Wolf künftig siedlungsnahe Gebiete meidet. Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern hat einen Abschuss des «fehlbaren Wolfs» gefordert. Der Wolf zeige keine Scheu vor den Menschen und halte sich problemlos in Wohngebieten auf.

Der Forderung der Vereinigung kommt der Kanton Bern nicht nach. «Damit eine Abschussbewilligung für einen Wolf erteilt werden kann, muss ein einzelner Wolf erhebliche Schäden an Nutztieren anrichten. Konkret bedeutet dies 25 Nutztiere in einem Monat, wobei nur ausreichend geschützte Tiere angerechnet werden», lautet die Begründung des Kantons.

The post Bern: Wolf wird vergrämt appeared first on Schweizer Bauer.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: schweizerbauer.ch