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Beihilfen für Bauern wegen Freihandel

  • In Kanada gelten für die Erzeugung von Milch, Geflügelfleisch und Eiern Produktionsvorgaben und Preismechanismen. – Adrian Haldimann

In Kanada hat die Regierung einen Zeitplan für die Auszahlung der zur Abmilderung der Auswirkungen von Freihandelsabkommen vorgesehenen Beihilfen vorgelegt.

Für die Milchbauern ist demnach vorgesehen, die insgesamt noch ausstehenden 1,405 Mrd. kanadischen Dollar (629 Mio. Fr.) in drei vergleichbaren Tranchen von etwa 468,5 Mio. Can$ (326 Mio. Fr.) bis 2023 auszuschütten.

26’400 Franken mit 80 Kühen

Wie das Landwirtschaftsministerium am 28. November 2020 mitteilte, bedeutet das für einen Betrieb mit 80 Milchkühen zusätzliche von jährlich etwa 38’000 Can$ (26’400 Fr.). Auch der Eier- und Geflügelbranche will die Regierung unter die Arme greifen. Dem Ministerium zufolge sollen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 691 Mio. Can$ (480 Mio. Fr.) an die Produzenten fliessen, um Innovation und Wachstum zu sichern.

Die Details der Förderprogramme würden in Abstimmung mit Branchenvertretern erarbeitet und baldmöglichst umgesetzt. In Kanada gelten für die Erzeugung von Milch, Geflügelfleisch und Eiern Produktionsvorgaben und Preismechanismen.

Regierung hat sich verpflichtet

Die Regierung hat sich gegenüber den heimischen Landwirten verpflichtet, Einbussen durch die Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (CETA), den USA und Mexiko (USMCA) sowie das Transpazifische Partnerschaftsabkommen (CPTPP) zu kompensieren beziehungsweise Programme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit aufzulegen.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums gab es 2019 in Kanada 10’371 Milchviehbetriebe mit fast 19’000 Beschäftigten. In der Geflügelbranche waren im vergangenen Jahr den Ressortangaben zufolge gut 4’000 Betriebe tätig, die mehr als 4,9 Mrd. Can$ (3,4 Mrd. Fr.) erwirtschafteten.

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Quelle: schweizerbauer.ch